Das neue Presbyterium stellt sich vor

Alle vier Jahre (normalerweise im Jahr der Olympischen Spiele) werden die Leitungen der Kirchengemeinden der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) neu gewählt.

Aufgaben der Presbyterinnen und Presbyter


Presbyterinnen und Presbyter bestimmen gemeinsam mit den Pfarrerinnen und Pfarrern die Prioritäten und Aufgaben der Kirchengemeinde, sie entscheiden über die Finanzen und das Personal. So gibt das Presbyterium seiner Gemeinde Gesicht – auch in geistlicher Hinsicht. Beispielsweise entscheidet das Presbyterium über die Gottesdienstordnung seiner Gemeinde. Das Presbyterium ist kein Aufsichtsrat oder Kuratorium, sondern ein Leitungsgremium. Seine Entscheidungen orientiert es immer auch an geistlichen Kriterien.
Die Amtszeit der Presbyterinnen und Presbyter beträgt vier Jahre. Eine Gemeinde hat mindestens vier Presbyterinnen bzw. Presbyter. Je nach Gemeindemitgliederzahl liegt ihre Zahl entsprechend höher. Die Staffelung regelt das Presbyterwahlgesetz bzw. seine Ausführungsbestimmungen. Grundsätzliche Regelungen über Presbyterien trifft die Kirchenordnung.
Zusammen mit der Pfarrerin leiten die Presbyterinnen und Presbytern ihre Kirchengemeinde. Indem sie im Presbyterium mitarbeiten, entscheiden die Presbyterinnen und Presbyter in den Angelegenheiten der Kirchengemeinde, geregelt in der Kirchenordnung. Das Presbyterium verfasst die Gesamtkonzeption gemeindlicher Aufgaben. Es entscheidet über Ordnung, Zeit und Zahl der Gottesdienste sowie die Ausstattung der gottesdienstlichen Räume. Es bestimmt den Gemeindehaushalt und die Kollektenzwecke. Auch Pfarrstellenbesetzungen sowie Einstellungen von beruflich Mitarbeitenden obliegen dem Presbyterium, außerdem die Zulassung zur Konfirmation.

Wer gewählt werden kann

Wer für das Amt der Presbyterin bzw. des Presbyters kandidiert, muss zunächst einmal der Kirchengemeinde angehören, in der sie oder er kandidiert.
Das Presbyteramt ist altersmäßig beschränkt: Die Kandidierenden müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Spätestens mit Vollendung des 75. Lebensjahrs bzw. mit Ablauf der laufenden Amtszeit scheiden Presbyterinnen und Presbyter aus ihrem Amt aus.
Es gibt noch eine dritte Voraussetzung: Die Kirchenordnung bestimmt, dass Presbyterinnen und Presbyter „zur Leitung und zum Aufbau der Kirchengemeinde geeignet“ sein müssen. Als geeignet gelten Menschen, die nicht Einzelinteressen, sondern alle Kirchenmitglieder im Blick haben, die gut kollegial handeln können, die Erfahrung im gemeindlichen Leben besitzen. Wer tragfähige Visionen für das kirchliche Leben mitbringt oder Projekte in Gang zu bringen und umzusetzen weiß, gehört ebenso zu den geeigneten Menschen.

Unsere Presbyterinnen und Presbyter

ULRIKE GERST

Alter 59 Jahre alt
Beruf Lehrerin
Warum bin ich im Presbyterium 
Weil ich es für wichtig halte, mich in der Kirche zu engagieren.
Welcher Zweig der kirchlichen Arbeit interessiert mich besonders 
Auf der einen Seite die Diakonie und auf der anderen Seite als Synodale der kirchenpolitische Bereich.
In welcher Honschaft wohne ich
In Günhoven


JULIANE KAMPHAUSEN

Alter 53 Jahre
Beruf Kirchenmusikerin
Warum bin ich im Presbyterium 
Ich bin als Mitarbeiterpresby- terin der Gemeinde gewählt. In jedem Presbyterium muss es mindestens einen Vertreter der Mitarbeiter geben (je nach Anzahl der Mitarbeiter auch mehr). Dazu habe ich mich gerne bereit erklärt, da mir die Gemeinde sehr am Herzen liegt und ich so die Möglichkeit habe, meine Er- fahrungen in wichtige Entscheidungen mit einfließen zu lassen.
Seit wann bin ich im Presbyterium 2012
Welcher Zweig der kirchlichen Arbeit interessiert mich besonders 
Die Kirchenmusik in all ihren Facetten
In welcher Honschaft wohne ich Rheindahlen


ALEXANDRA KEMPERS

Alter 51 Jahre
Beruf Familienmanagerin
Warum bin ich im Presbyterium 
Durch das Presbyteramt kann ich das Gemeindeleben aktiv mitgestalten.
Seit wann bin ich im Presbyterium 
Im November 2012 wurde ich ins Presbyterium gewählt.
Welcher Zweig der kirchlichen Arbeit
interessiert mich besonders 

Die sozialen Aspekte der Kirche, daher bin ich auch Diakoniekirchmeisterin geworden.
In welcher Honschaft wohne ich 
Genholland


CHRISTINE KOPPMANN

Alter 63 Jahre
Beruf Lehrerin
Warum bin ich im Presbyterium 
Nach dem Ausscheiden aus dem Schuldienst wollte ich mich gerne ehrenamtlich engagieren. Daher habe ich der Anfrage, ob ich im Presbyterium mitwirken möchte, gerne zugestimmt.
Seit wann bin ich im Presbyterium Seit 2020
Welcher Zweig der kirchlichen Arbeit
interessiert mich besonders 

Da ich mir noch einen Überblick in die verschiedenen Arbeitsbereiche verschaffen muss, kann ich mich hierzu noch nicht festlegen.
In welcher Honschaft wohne ich Rheindahlen


LYDIA LUFT

Alter 54 Jahre
Beruf Tagesmutter und Alltagshelferin
Warum bin ich im Presbyterium 
Ich bin eine Presbyterin, weil ich gerne bei den vielfältigen Aufgaben und dem Ge- meindeleben mitwirken möchte. Ich möchte gerne dazu beitragen, für ein gutes und vertrauensvolles Miteinander aller Mitglieder und Gruppen in unserer Gemeinde zu sorgen, und interessiere mich besonders für die Arbeit im Jugendbereich.
Seit wann bin ich Presbyterium Seit 2017
In welcher Honschaft wohne ich Rheindahlen


HANS GERD PHILIPP

Alter 68 Jahre
Beruf Rentner
Warum bin ich im Presbyterium Verantwortung, kreativ mitgestalten
Seit wann bin ich Presbyterium 2020
In welcher Honschaft wohne ich 
Rheydt


DEBORAH RÜBSTECK

Alter 58 Jahre
Beruf Schulsekretärin
Seit wann bin ich im Presbyterium 2004
Welcher Zweig der kirchlichen Arbeit interessiert mich besonders 
Finanzen, Eine-Welt, ökum. Arbeitskreis für Asylfragen und Kirchenmusik
In welcher Honschaft wohne ich 
Broich


CHRISTINA SCHIPPERS

Alter 49 Jahre
Beruf Außendienstmitarbeiterin für einen schwäbischen Spielwarenhersteller
Warum bin ich im Presbyterium 
Da bin ich eher hineingerutscht und überzeugt geworden. Durch meine Mitarbeit im Eine Welt Verkauf wurde ich gefragt, ob ich mich nicht noch ein wenig mehr engagieren möchte. Das hatte ich mir sehr gut überlegt und gefragt, ob ich an einer Sitzung probeweise dabei sein kann. Das durfte ich und ich konnte einen ersten Eindruck gewinnen, wie die Arbeit des Prebyteriums aussieht. Um ganz sicher zu sein fragte ich meine Mutter, die in Norddeutschland als Kirchenratsmitglied, so nennt sich das Presbyterium dort, mitgearbeitet hat. Sie sagte mir, dass es sehr bereichernd sei und man viele neue Eindrücke gewinnt. Das war zusätzlich sehr überzeugend. Und im Nachhinein hat es sich als solches auch bestätigt.
Seit wann bin ich im Presbyterium 
Seit vier Jahren
Welcher Zweig der kirchlichen Arbeit interessiert mich besonders
Da ist die Synode zu nennen – sehr spannend wie Kirche auf dieser Ebene funktioniert, verschiedene Ausschüsse, wie Theologie und Gottesdienst, Vorbereitungen für Feste und vieles, vieles mehr.
In welcher Honschaft wohne ich Sittardheide


WOLFGANG SCHWARK

Alter 70 Jahre
Beruf Einzelhandelskaufmann, jetzt Rentner
Warum bin ich im Presbyterium 
Unsere Kinder nahmen an den Freizeiten der Gemeinde teil. Außerdem sang ich schon einige Jahre mit im Kirchenchor. Dadurch war ich der Gemeinde schon eng verbunden und sah in der Mit- arbeit die Möglichkeit, Gemeinde auch mitzugestalten. 
Seit wann bin ich im Presbyterium 
seit 1991, Vorsitz im Ju- gendausschuss 1992 – 2006, stellv. Vorsitz des Presbyte- rium 2005 – 2018, seit 2008 Baukirchmeister.
Welcher Zweig der kirchlichen Arbeit interessiert mich besonders 
Gebäude, Grundstücke, Finanzen
In welcher Hohnschaft wohne ich Rheindahlen Mitte


ULRIKE ZIMMERMANN

Alter 64 Jahre
Beruf Bilanzbuchhalterin (IHK) in Rente
Warum bin ich im Presbyterium 
Es fühlt sich gut an, für die Gemeinde aktiv zu sein. Da ich erst seit Kurzem dazu gehöre, habe ich zunächst mit Dingen begonnen, bei denen ich Erfahrung aus dem Berufsleben mitbringe. Das ist ein Anfang.
Seit wann bin ich im Presbyterium 
März 2020
Welcher Zweig der kirchlichen Arbeit interessiert mich besonders 
Artikel für Kirche Aktuell, Veranstaltungen, Finanzen (berufsbedingt )
In welcher Hohnschaft wohne ich Rheindahlen Mitte

Einführung und Verabschiedung 

Normalerweise werden die scheidenden Presbyter(innen) und die neuen Presbyter(innen) in einem Gottesdienst verabschiedt bzw. begrüßt. Dies war auch bei uns für Ende März geplant, aber dann kam Corona. Eine Folge der Corona-Pandemie ist es, dass in diesem Jahr kein ordentlicher Übergang auf das neue Presbyterium möglich war. Das heißt, dass weder eine Verabschiedung der ausscheidenden Presbyterinnen und Presbyter, noch eine gottesdienstliche Einführung der Neuen stattfinden konnte. Inzwischen gibt es einige Lockerungen, so dass wir, wenn auch unter den Auflagen eines strengen Hygienekonzeptes, wieder Gottesdienste mit Gemeindebeteiligung feiern dürfen. Dies freut uns sehr!
Aber wenn wir jetzt eine „normale“ Einführung feiern würden, dann kämen wahrscheinlich (zu)viele Menschen zusammen.
Darum möchte ich mich nun – auch im Namen des Presbyteriums – auf diese Art und Weise bei denen bedanken, die bisher Ihren Dienst in der Gemeinde taten:

Herzliches Dankeschön für die lange Zusammenarbeit und Mitdenken in diesem Gremium. Danke, dass Ihr Zeit, Kraft, Kompetenz und Kreativität in die Presbyteriumsarbeit eingebracht habt!
Ich hoffe, dass wir in Zukunft mal wieder einen Gottesdienst feiern können, bei dem ich Euch noch einmal persönlich danken kann und vielleicht kann ich dann auch an allen anderen danken,  die sich erneut haben aufstellen lassen oder ganz neu ins Presbyterium gekommen sind. 
Formaljuristisch ist das neue Presbyterium eingeführt. Damit die Arbeit weitergehen kann, haben die Rheinische Landeskirche und der Kreissynodalvorstand Gladbach-Neuss eine Verfahrensregelung beschlossen, nach der das neue Presbyterium seine Arbeit aufnehmen kann, wenn alle die Wahl angenommen haben und die neugewählten Mitglieder sich auf das Amtsgelübde verpflichtet haben. Das ist inzwischen geschehen.
Und so wünsche ich mir für uns alle eine gesegnete Zusammenarbeit im Vertrauen darauf, das Gott uns mit seinem Heiligen Geist begleiten wird in den nächsten vier Jahren.

Ihre/Eure Pfarrerin