Der Januar

Der Januar (lat. Ianuarius) ist der erste Monat im Jahr und dem römischen Gott Janus gewidmet, dem Gott des Anfangs und des Endes. Er kann mit seinen zwei Gesichtern sowohl in die Vergangenheit als auch in die Zukunft schauen.

Um das Jahr 700 v. Chr. hat wohl der legendäre zweite König von Rom Numa Pompilius den Janaur eingeführt. Er war im damaligen Kalender der 11. Monat und hatte nur 29 Tage. Etwa 450 v. Chr. wurde dann der Beginn des Jahres auf den 1. Januar verlegt. Erst als Julius Cäsar 45 v. Chr. den Julianischen Kalender einführte, wurde der Januar auf 31 Tage verlängert. So, wie wir es nicht anders kennen.

Er hat ein Fülle von veralteten Namen: Hartung, Hartmonat, Schneemonat, Eismond, Wintermonat oder Wolfsmonat. Noch heute heißt er in Österreich und in Südtirol Jänner. So steht er auch im Österreichischen Wörterbuch. In der gesprochenen und der geschriebenen Sprache ist Jänner selbstverständlich – das Wort Januar wird in Österreich kaum benutzt.

Liegt eigentlich der 1. Januar immer in der 1. Kalenderwoche des Jahres? Nein, denn es hängt vom Wochentag des 1. Januars ab. Fällt er auf einen Montag, Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag, dann ja. Ansonsten gehört er noch zur letzten Kalenderwoche des alten Jahres.

Im Garten erfreut die Christrose im Januar mit strahlenden Blüten

Strahlend weiße Blüten der Christrose trotzen im Januar dem Frost. Zu deren Namen gibt es eine Legende: Ein armer Hirtenjunge wollte in der Heiligen Nacht dem Jesuskind ein Blümchen als Geschenk bringen, fand aber keins. Er wurde so traurig, dass er weinen musste. Wo seine Tränen auf den Boden fielen, wuchs sofort eine Pflanze mit schneeweißen Blüten. Diese Blume schenkte der Hirtenjunge dem Jesuskind – daher der Name Christrose.