Der Mai

Der Mai

Der Mai ist der fünfte Monat des Jahres. Benannt ist er wohl nach der römischen Göמּin Maia, der Gefährtin des Gottes Vulcanus.
Alte deutsche Bezeichnungen für den Mai sind Blumenmonat und der von Karl dem Großen eingeführte Name Wonnemonat. Den Namen Blumenmonat erhielt der Mai wegen der Hauptblütezeit der meisten Pflanzen. Im Mai wird es nach und nach wärmer, doch nach überlieferter Erfahrung kann man sich der zunehmenden Wärme erst nach den so genannten Eisheiligen vom 11. Mai bis zum 15. Mai sicher sein.
Etwa seit dem 13. Jahrhundert wird der Mai mit Maifeiern der unterschiedlichsten Art gefeiert. In vielen Gegenden Deutschlands und Österreichs werden oft imposante Maibäume aufgestellt. Es gibt keine eindeutigen Aufzeichnungen, die die genaue Bedeutung des Maibaums erklären, jedoch nimmt man an, dass er ein Zeichen des Wiedererwachens der Natur ist. Darauf zurückführen kann man wohl auch das alte Kinderlied Alles neu macht der Mai, macht die Seele frisch und frei …, dessen erste Zeile zum geflügelten Wort im deutschen Sprachschatz geworden ist.
Der Maibaum ist auch ein Ausdruck der Liebe. So setzen Männer am 1. Mai ihrer Angebeteten eine Birke als Zeichen der Zuneigung vors Haus. Seit einigen Jahren ist es auch üblich geworden, dass in Schaltjahren Frauen einen Baum am 1. Mai als Symbol der Liebe und Zuneigung setzen.
Der 1. Mai ist der internationale Feiertag der Arbeiterbewegung und in Deutschland sogar gesetzlicher Feiertag. Am zweiten Sonntag im Mai wird in deutschsprachigen Ländern der Muttertag begangen. Im Garten und in der Natur blühen Maiglöckchen in großer Fülle und verströmen einen betörenden Duft.

Maiglöckchen – der beste Blumenbotschaﬞer für den Wonnemonat Mai.

Pfingsten

Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle beieinander an einem Ort. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Sturm und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen, zerteilt und wie von Feuer, und setzten sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem Heiligen Geist und fingen an zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen zu reden eingab.
Es wohnten aber in Jerusalem Juden, die waren gottesfürchtige Männer aus allen Völkern unter dem Himmel. Als nun dieses Brausen geschah, kam die Menge zusammen und wurde verstört, denn ein jeder hörte sie in seiner eigenen Sprache reden. Sie entsetzten sich aber, verwunderten sich und sprachen: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, Galiläer? Wie hören wir sie denn ein jeder in seiner Muttersprache?
Sie entsetzten sich aber alle und waren ratlos und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden? Andere aber hatten ihren Spott und sprachen: Sie sind voll süßen Weins.
Da trat Petrus auf mit den Elf, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Ihr Juden, und alle, die ihr in Jerusalem wohnt, das sei euch kundgetan, vernehmt meine Worte! Denn diese sind nicht betrunken, wie ihr meint, ist es doch erst die dritte Stunde des Tages; sondern das ist’s, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist: »Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch.“

Apostelgeschichte 2, 1-8, 12-17


Wir zitieren Martin Luther

Der Prophet stimmt mit Mose überein, da er spricht: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von jeglichem Wort, das aus dem Munde Gottes geht (5. Mose 8,3). Denn es heißt: Glaube nicht das bloße Wissen der Historien, sondern die gewisse Zuversicht auf Gottes Barmherzigkeit, die uns Gott um Christi willen zusagt in seinem Wort, welches eine Kraft Gottes ist, die da selig macht alle, die daran glauben. Demnach machet dasselbige Wort, mit Glauben angenommen und gefasst, einen neuen Menschen, auswendig und inwendig, an Leib und Seele, und demnach geht es nach dem Wort St. Pauli: So man von Herzen glaubt, so wird man gerecht (Röm. 10,10), dass also alle Dinge möglich sind dem, der da glaubt (Mark. 9,23). Denn das Wort, daran er hängt, ist allmächtig.

Martin Luther: CHRISTLICHER WEGWEISER FÜR JEDEN TAG – hier für den 24. Mai