Kinder- und Jugendangebot

Hallo Kinder!

Teilweise habt ihr schon Post von mir bekommen – sonst kommt sie in den nächsten Tagen.

Ich habe auch ein wenig gemalt und gebastelt – weiter unten könnt ihr mein Regenbogenbild downloaden und hier seht ihr meinen gebastelten Traktor – er steht bei uns im Garten (natürlich nur für das Foto, denn nass werden darf er nicht).

Mein selbst gebastelter Traktor

Auf dem folgenden Bild seht ihr meinen Postkasten, der unten im Hof neben der Eingangstür angebracht ist. Schreibt mir doch auch mal oder malt mir ein Bild! Ich freue mich darauf.

Postkasten unten im Hof

Liebe Grüße und hoffentlich bis bald

Annemarie



  • Online Gottesdienst für „Exaudi“ am 24. Mai

    Herzlich willkommen zum Gottesdienst. Der Sonntag trägt den Namen Exaudi; der lateinische Ausdruck bezieht sich auf einen Ruf aus dem 27. Psalm: „Herr, höre meine Stimme!“ In der Zeit zwischen Himmelfahrt und Pfingsten ist es die Bitte um den Heiligen Geist, die hier laut wird.

    https://youtu.be/WtKMlvZ-iiM

    Gebet: Du kennst uns besser, Gott, als wir uns selbst kennen. Du weißt, wie gefährdet unser Glaube ist, wie unbeständig unsere Liebe, wie zaghaft unsere Hoffnung. Und dennoch sprichst du zu uns: Ich liebe, die mich lieben, und die mich suchen, finden mich. Ach, Herr, du bist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen? Du schenkst uns diese Zeit, gütiger Gott, damit wir unsere Last ablegen können und Frieden finden bei dir. So komme nun in Herz und Sinn, lass uns neu aufleben aus deinem Geist. Darum bitten wir dich, Herr, der du in der Einheit mit dem Vater lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. 

    Lesungen: Dem Apostel Paulus liegt das Ergehen seiner Gemeinden sehr am Herzen. Im 3. Kapitel seines Briefes an die christliche Gemeinde in Ephesus schreibt er (Epheser 3,14-21): 

    14 Darum knie ich nieder vor Gott, dem Vater, und bete ihn an,  15 ihn, dem alle Geschöpfe im Himmel und auf der Erde ihr Leben verdanken und den sie als Vater zum Vorbild haben.  16 Ich bitte Gott, euch aus seinem unerschöpflichen Reichtum Kraft zu schenken, damit ihr durch seinen Geist innerlich stark werdet.  17 Mein Gebet ist, dass Christus durch den Glauben in euch lebt. In seiner Liebe sollt ihr fest verwurzelt sein; auf sie sollt ihr bauen.  18 Denn nur so könnt ihr mit allen anderen Christen das ganze Ausmaß seiner Liebe erfahren.  19 Ja, ich bete, dass ihr diese Liebe immer tiefer versteht, die wir doch mit unserem Verstand niemals ganz fassen können. Dann werdet ihr auch immer mehr mit dem ganzen Reichtum des Lebens erfüllt sein, der bei Gott zu finden ist.  20 Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, die in uns wirkt. 21 Deshalb wollen wir ihn mit der ganzen Gemeinde durch Jesus Christus ewig und für alle Zeiten loben und preisen. Amen.

    In den Abschiedsreden kurz vor seinem Tod wendet sich Jesus mit ermutigenden Worten an seine Jünger. Im 16. Kapitel des Johannesevangeliums sagt er: 

    Evangelium: Johannes 16,5-15

    5 Jetzt aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und niemand von euch fragt mich: Wo gehst du hin?  6 Doch weil ich dies zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Trauer. 7 Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, werde ich ihn zu euch senden. 8 Und wenn er kommt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht;  9 über die Sünde: dass sie nicht an mich glauben; 10 über die Gerechtigkeit: dass ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht seht;  11 über das Gericht: dass der Fürst dieser Welt gerichtet ist.  12 Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen.  13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in aller Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. 14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er’s nehmen und euch verkündigen. 15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er nimmt es von dem Meinen und wird es euch verkündigen. Halleluja. Gott ist König über alle Völker, Gott sitzt auf seinem hl. Thron. Halleluja. Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja

    Glaubensbekenntnis von Erika Görke (1996): Im Ev. Gesangbuch Rheinland, Nr. 816:

    Wir glauben an Gott, den Ursprung von allem, was geschaffen ist, die Quelle des Lebens, aus der alles fließt, das Ziel der Schöpfung, die auf Erlösung hofft.
    Wir glauben an Jesus Christus, den Gesandten der Liebe Gottes, von Maria geboren; ein Mensch, der Kinder segnete, Frauen und Männer bewegte, Leben heilte und Grenzen überwand; er wurde gekreuzigt; in seinem Tod hat Gott die Macht des Bösen gebrochen und uns zur Liebe befreit; er ist in unserer Mitte und ruft uns auf seinen Weg.
    Wir glauben an Gottes Geist, Weisheit von Gott, die wirkt, wo sie will; sie gibt Kraft zur Versöhnung und schenkt Hoffnung, die auch der Tod nicht zerstört; in der Gemeinschaft der Glaubenden werden wir zu Schwestern und Brüdern, die nach Gerechtigkeit suchen.
    Wir erwarten Gottes Reich.

    Predigt zu Jeremia 31,31-34  Thema: Ein neuer Geist

    Liebe Gemeinde!

    Mal sehen,ob es möglich ist! Evt, wenn nichts dazwischen kommt! Wir können es mal ins Auge fassen. Kennen Sie diese Worte? Planen ist gerade schwierig, es könnten sich die Reproduktionszahlen wieder erhöhen und all das, was man sich vorgenommen hat, wird wieder gestrichen.…. Die alte Tradition, man schaut in den Kalender, sucht einen freien Termin und plant dann dementsprechend: vorbei. Eine schwierige Zeit, gerade für Menschen wie mich, die gerne planen, organisieren und durchführen. Eine schwierige Zeit für Familien, die vieles umstellen mussten, da der vertraute Trott auf einmal vorbei war. Eine schwierige Zeit für junge und alte Menschen, Berufstätige, Kurzarbeiter, Menschen im Homeoffice, Arbeitslose, für gesunde und kranke Menschen. Eine schwierige Zeit für alle – weltweit.
    Unser heutiger Text ist auch in einer schwierigen Zeit geschrieben, zu einer Zeit als das Volk Israel deportiert war. Das Volk Israel hat Gott immer wieder verlassen und zu Götzen gebetet. Manche von uns beten heutzutage das Geld an, den Fußball, die Schönheit, den Erfolg. Die Götter damals hießen anders, aber Gott ließ es damals zu, dass sein Volk in Gefangenschaft geriet und deportiert wurde. Angesichts dieser hoffnungslosen Lage stellte man sich einerseits die Frage, welchen Weg Gott mit Israel vorhatte – und man fragte sich: Gibt es einen Weg zurück? Einen Weg zurück in die alte Normalität?
    Auf der anderen Seite gab es aber auch einige selbst ernannte Propheten, die der Meinung waren, dass diese schwierige Situation schnell vorüber gehen würde. Es wäre ja schließlich auch alles nicht so dramatisch, und diese Gefangenschaft würde nicht ewig dauern. Das ist die Situation, in die Gott durch Jeremia spricht. Er lässt seinem Volk ausrichten: „Das, was ihr getan habt, ist keine Lappalie! Ihr habt mir, dem einzig wahren Gott, die Treue gebrochen!“ 

    Jeremia 31,31-34:

    31 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, 32 nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, mein Bund, den sie gebrochen haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR; 33 sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein. 34 Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, denn sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.

    Liebe Gemeinde!

    Sagt Jeremia das jetzt zu dem Volk damals oder zu uns?
    Ist das, was wir erleben eine Strafe?
    Oder will Gott einen neuen Bund mit uns. Ich glaube, es geht eher darum, zu begreifen, dass wir nicht alles in der Hand haben. Nicht alles ist planbar – und wir sollten nicht alles machen.

    Gott sagt: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben.
    Gott selbst schreibt in uns hinein, wie Leben funktioniert. Er schreibt es in unser Herz, in unseren Sinn. Das sind die Orte, die unser Handeln bestimmen. Immer wieder wird diese Reihenfolge in der Bibel betont: Gott sieht das Herz an! Und von diesem Herzen her, in das Gott ja selbst hineingeschrieben hat, kann und will dann unser Leben, unser Handeln geprägt sein. 
              So will er unser Gott sein.
    Es soll alles anders werden, ruft Jeremia. Auch ihr selbst sollt anders werden. Gott fängt mit euch neu an. Dieser Anfang greift tief in euer Innerstes hinein. Sie hörten Gottes wort und er gab ihnen ein neues Herz, einen neuen Sinn und einen neuen Geist.
    Das Volk hatte neue Lust an Gott und seinem Wort und sie wurden wieder sein Volk sein, und er war und blieb ihr Gott. Das jüdische Volk stand damals auf wie Phönix aus der Asche und kam wieder in die Freiheit und nach Hause. Das Volk hatte wieder Freude an seinem Gott. Seine Gebote wurden als hilfreiche Weisung zu einem erfüllten Leben empfunden, die sie sich ganz zu eigen machen.Ein Wunder, dass auf das sechste vorchristliche Jahrhundert beschränkt bleibt. NEIN!  Wenn Gott ein lebendiger Gott ist, gilt seine Verheißung eines neuen Bundes über die damalige Zeit hinaus bis hinein in unsere Gegenwart. Dann ist sie frohe Botschaft auch für uns heute. Auch wir werden aufstehen aus der Asche, doch hoffentlich vergessen wir dann nicht wieder die Worte seiner Liebe zu uns: Ihr seid auch mein Volk. Amen. 

    Fürbittengebet

    Ewiger Gott, du bist unsere Zuflucht und unsere Hoffnung. Zu dir kommen wir mit unseren Bitten. 

    Wir bitten dich heute:

    • für alle Menschen, deren Leben in einer Sackgasse ist. 

    Zeige ihnen einen Weg.  

    • für alle Menschen, die unter der Last des Alltags den Blick für die Wunder deiner Schöpfung verlieren. Öffne ihnen neu die Augen. 
    • für alle Menschen, die in Familie und Beruf unter ständigen Konflikten leiden.  Zeige ihnen Möglichkeiten der Versöhnung. 
    • für alle Menschen, die auf eine Erneuerung hoffen im Leben von Kirche und Gemeinde. Lass sie Spuren deines Geistes erkennen.  
    • für alle Menschen, die Verantwortung tragen in Politik, Gesellschaft und Kirche. Gib, dass sie sich von deinem Geist leiten lassen.  
    • für uns selbst, dass wir immer weitergehen auf dem Weg des Glaubens und der Liebe. 

    Ewiger Gott, du bist unsere Zuflucht und unsere Hoffnung. Wir danken dir, dass du deine Hand über uns hältst – heute und in Ewigkeit.

  • Online Gottesdienst für „Christi Himmelfahrt“ am 21. Mai

    Hallo liebe Gemeinde!

    https://youtu.be/ST4oIfUWEuc

    Haben Sie schon mal gemerkt, wie oft wir das Wort „himmlisch bzw. Himmel “ benutzen. „Du hast himmlisch gekocht. Himmlisches Wetter! Du bist mein Himmel auf Erden. Ich fühle mich wie im siebten Himmel“.

    Vom Himmel erzählen wir viele Geschichten. 
    Wir erzählen von unendlicher Weite, denn über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein, die besonders Flugzeuge erkunden. Von unendlicher Weite des Unversums hören wir beim Raumschiff Enterprise. 
    Der eine verspricht der andern den Himmel auf Erden, mit Liebe und Treue. Wir erzählen von Himmelblau, Wolkendunkel, Morgenrot und ………………… von der Himmelfahrt Jesu. 

    40 Tage nach der Auferstehung Jesu zu Ostern heißt es, er sei aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes. Heute wollen wir uns groß machen, uns zum Himmel ausstrecken und darauf vertrauen, dass Christus uns entgegenkommt (Joh 12,32): 

    Lesungen: Jesus sagt: „Wenn ich erhöht werde von der Erde?“ Um was es da geht erzählt uns Lukas im 1. Kapitel seiner Apostelgeschichte. Er bereichte uns von den letzten Stunden Jesu auf Erden und von seiner Aufnahme in den Himmel:  Apg.1,3-11:
    Den Aposteln zeigte sich der Auferstandene nach seinem Leiden durch viele Beweise als der Lebendige und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes.  4 Und als er mit ihnen beim Mahl war, befahl er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters, die ihr – so sprach er – von mir gehört habt; 5 denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. 6 Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel? 7 Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat;  8 aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. 9 Und als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf, weg vor ihren Augen. 10 Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern.  11 Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht gen Himmel? 
    Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.  
    Halleluja. Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten. Halleluja. Die Rechte des Herrn ist erhöht, die Rechte des Herrn behält den Sieg. Halleluja.

    Glaubensbekenntnis von einem Katchumenen:
    Ich glaube an den allmächtigen Vater, 
    der Himmel und Erde gemacht hat.
    Und an seinen Sohn Jesus Christus, 
    den viele Gläubige durch seine guten Taten dankbar sind.
    Im Advent begrüßen wir seine Ankunft, 
    Weihnachten feiern wir seine Geburt, 
    in der Karwoche bedauern wir seinen Tod 
    und Ostern freuen wir uns über seine Auferstehung
    und feiern seine Himmelfahrt.
    An der Seite unseres Gottes entscheidet er 
    über die Lebenden und die Toten.
    Wir glauben an den Heiligen Geist, 
    den Jesus empfangen hat und unsere Sünden vergibt.
    Wir glauben an die Auferstehung nach dem Tod, 
    wo wir das ewige Leben in der Gemeinschaft der Heiligen leben. 
    So sagen wir Amen.

    Liebe Gemeinde!

    Der Evangelist Johannes (Joh. 17,20-26)  erzählt, dass kurz bevor Jesus in den Himmel auffuhr, er folgendes gebetet hat: Heiliger Vater, ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben.

    Alle sollen eins sein: 
    Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, 
    damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. 
    Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, 
    damit sie eins sind, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir. 
    So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, 
    dass du mich gesandt hast und sie ebenso geliebt hast, 
    wie du mich geliebt hast.
    Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, 
    dort bei mir sind, wo ich bin. 
    Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, 
    weil du mich schon geliebt hast vor Grundlegung der Welt.
    Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, 
    ich aber habe dich erkannt und sie haben erkannt, 
    dass du mich gesandt hast.

    Ich habe ihnen deinen Namen kundgetan   und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und ich in ihnen bin.

    Liebe Gemeinde!

    Jesus nimmt Abschied. Ein bewegender Augenblick. Er sagt nochmals, was ihm im Blick auf seine Jünger in Gegenwart und Zukunft wichtig ist. Und er segnet sie. Er gibt ihnen einen klaren Auftrag, was sie tun sollen. Er sagt ihnen auch, dass eine Zeit kommen wird, wo wir alle ihn wiedersehen werden und was ihm für die Jüngern damals und uns heute wichtig ist: 

    Der Himmel ist, wenn wir eins sind mit Gott, 
                       und wenn wir alle eins sind untereinander.

    Liebe Gemeinde!

    Wirklich glanzvolle Worte, die Jesus da sprach. Was Jesu Jünger damals nicht ahnen konnten: 
    Von ihrer kleinen Gruppe ausgehend werden von Gottes Himmel Menschen auf der ganzen Welt erfasst werden. Heute ist knapp ein Drittel der Weltbevölkerung Christen, etwa 2,2 Milliarden Menschen. Die Macht des Himmels Gottes wird Menschen also immer und überall in seinen Bann ziehen. Und gerade dadurch wird der Gottes-Himmel alle zusammenführen: „damit sie alle eins seien“. Wie Vater und Sohn eins sind, soll wird auch die Jüngerschaft eins sein.

    Ich frage mich gerade,welche Teil leichter zu erfüllen ist: Eins sein mit Gott oder untereinander?Wenn ich nur so den Himmel erreiche, dann wohl nie, denn die Erfahrung lehrt: Setze 10 Leute an einen Tisch und Du hast 11 – 12 Meinungen. Momentan – eigentlich immer – live zu erleben im Fernsehen zwischen Politikern, Wissenschaftlern und Experten jeglicher Art.
    Auch im kleinen Kreis, wie innerhalb einer Familie ist man sich nicht immer eins, und wenn es nur darum geht, was am heutigen Tag gegessen wird. Auch im Christentum sind wir nicht alle eins. Wenn ich in die Geschichte der  Kirche schaue, dann habe ich manchmal den Eindruck, dass wir uns schon allzuoft gespalten haben. Die Geschichte von allzumenschlichem Zank und Streit durchzieht die Jahrtausende der Kirchengeschichte wie ein roter Faden. Wer wüsste das besser als wir, 500 Jahre nach dem Thesenanschlag Luthers in Wittenberg.  Wo also ist die Einheit der Jünger? Was diese Welt für uns Menschen so unsagbar schön und spannend macht ist doch nicht, dass sie überall gleich aussieht, gleich riecht und gleich schmeckt.

    Hier gleicht nicht ein Tag dem anderen, sondern jeder Tag, jeder Moment besticht durch seine Einzigartigkeit. Wir lieben dieses Leben doch, weil jeder Tag ein neuer Tag ist, weil wir nie wissen, was kommt. Wenn Kirche nun überall dasselbe sagen, dasselbe Leben führen würde: 
    Wie könnte sie dann so viele Menschen nicht nur ansprechen, sondern ihre Herzen erreichen?                    Kirche ist deshalb so groß geworden, weil sie so bunt ist wie die Menschen sind.
    Bei aller Verschiedenheit aber, auch bei allem Streit, der nicht ausbleiben kann: Alle sehen denselben Gottes-Himmel, alle finden HIER den Herrn ihres Lebens. Dieser Himmel ist Heimat der Christenheit, denn er ist der Ort ihrer aller Sehnsucht, der ihre Augen zum Strahlen bringt. Es geht Jesus darum, Menschen zum Strahlen zu bringen. Jesu Worte heißen in etwas leichterer Sprache: Gott liebt euch und Gott liebt mich. In Gottes Liebe sind und bleiben wir verbunden.                               Gottes Liebe hält zusammen. Was sollte Menschen mehr zum Strahlen bringen als Liebe?! 

    Jesus möchte, dass dieser Gedanke bleibt. Wenn auch sonst all die vielen Worte nicht im Einzelnen erinnert werden können – das eine soll im Gedächtnis und im Herzen bleiben: Durch die Liebe sind und bleiben wir verbunden. Das ist der Satz, der die Augen eines Verliebten zum Strahlen bringen. Das ist ein Satz, der auch unsere Augen zum strahlen und leuchten bringen kann.

    Liebe Gemeinde!

    Ist das nicht doch der Himmel auf Erden, ist das nicht die Möglichkeit den Himmel schon ein Stück näher an die Erde zu ziehen? Wenn jemand einen anderen zum Leuchten bringt. Weil er ihm Hoffnung gibt oder ein Gefühl von Sicherheit. Wenn einer einem anderen Menschen Wert und Würde verleiht. Oder wenn jemand so von Freiheit und Gerechtigkeit spricht, dass tausende Menschen beginnen, für Freiheit und Gerechtigkeit zu kämpfen. Vielleicht wäre das ja eine Aufgabe für Sie am heutigen Tag: Bringen Sie den himmlischen Glanz  in die Augen eines Mitmenschen, bringen sie seine/ihre Augen zum Leuchten – z.B. durch ein liebevolles Wort.

    Jesus Christus hat uns etwas hinterlassen, was mit Geld nicht aufzuwiegen ist und sich in aller Zeit nicht verflüchtigt: Den Glanz in unseren Augen, wenn wir Liebe spüren. Denn dieser Glanz ist der Schimmer des Himmels, der sich in unseren Augen widerspiegelt. Amen.

    Fürbittengebet

    Ewiger Gott, wir danken dir für himmlische Treue und Gnade; dafür, dass wir Tag und Nacht in den Himmel schauen können, um deine Nähe zu suchen. 

    Wir bitten dich für diejenigen, deren Leben eng geworden ist, die keine Weite mehr spüren können. Wir rufen: Gott, erhöre uns. Wir bitten dich für die, die keine Hoffnung mehr haben, die nicht über das hinausschauen können, was sie umgibt. Wir rufen: Gott, erhöre uns. Wir bitten dich für die an Leib und Seele erkrankten, deren Leben durch Schmerzen dunkel geworden ist. Wir rufen: Gott, erhöre uns. Wir bitten dich für die Sterbenden, dass sie Vertrauen finden, in deinem Himmel geborgen zu sein. Wir rufen: Gott, erhöre uns. Wir bitten dich für die ganze Schöpfung, damit deine gute Ordnung erhalten bleibt und wir noch lange zwischen Himmel und Erde leben können. Wir rufen: Gott, erhöre uns. Ewiger Gott, der Himmel ist dein Versprechen, bei uns zu sein. Heute und alle Tage, bis an der Welten Ende.

  • Online Gottesdienst für „Rogate“ am 17. Mai

    „Rogate“ Betet – heißt der heutige Sonntag. 

    https://youtu.be/lRxFYVy3qlQ

    Im Mittelpunkt steht das Gebet, das Jesus uns selbst zu beten gelehrt hat. Im Wochenspruch aus Psalm 66,20 heißt es:

    Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. 

    Psalm 66,20

    So lasst uns diesen Gottesdienst feiern mit Lob und Bitte: Im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. 

    Gebet: Herr, unser Gott, wir fragen uns: 
    Wann haben wir zuletzt deine Nähe gesucht?
    Was trauen wir noch der Kraft des Gebets zu? 
    Wie oft leben wir gedankenlos in den Tag hinein? 
    Wo bist du uns wichtig im Alltag, bei der Arbeit und in der Freizeit?
    Wir erkennen, wie oft wir dich aus dem Blick verlieren und bitten dich um dein Erbarmen.
    Und wir bitten dich:
    Segne unser Beten und Hören, denn du bist unser Herr und Gott, heute und alle Tage.

    Lesungen:  Die Frage, wie wir beten können, haben schon die Jünger an Jesus gerichtet. 
    Im Lukasevangelium hören wir, was Jesus über das Beten sagt. 

    Evangelium: Lukas 11,2-13:

    Jesus sprach zu den Jüngern: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme.  Gib uns unser täglich Brot Tag für Tag und vergib uns unsre Sünden; denn auch wir vergeben jedem, der an uns schuldig wird. Und führe uns nicht in Versuchung.

    5 Und er sprach zu ihnen: Wer unter euch hat einen Freund und ginge zu ihm um Mitternacht und spräche zu ihm: Lieber Freund, leih mir drei Brote;  6 denn mein Freund ist zu mir gekommen auf der Reise, und ich habe nichts, was ich ihm vorsetzen kann,  7 und der drinnen würde antworten und sprechen: Mach mir keine Unruhe! Die Tür ist schon zugeschlossen und meine Kinder und ich liegen schon zu Bett; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben.  8 Ich sage euch: Und wenn er schon nicht aufsteht und ihm etwas gibt, weil er sein Freund ist, so wird er doch wegen seines unverschämten Drängens aufstehen und ihm geben, so viel er bedarf.

    9 Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.  10 Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.  11 Wo bittet unter euch ein Sohn den Vater um einen Fisch, und der gibt ihm statt des Fisches eine Schlange?  12 Oder gibt ihm, wenn er um ein Ei bittet, einen Skorpion?  13 Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!

    Halleluja. Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft, noch seine Güte von mir wendet. Halleluja. 

    Glaubensbekenntnis von Dietrich Bonhoeffer:

    Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten,
    Gutes entstehen lassen kann und will.
    Dafür braucht er Menschen,
    die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.
    Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage
    soviel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen.
    Aber er gibt sie nicht im voraus,
    damit wir uns nicht auf uns selbst,
    sondern allein auf ihn verlassen.
    In solchem Glauben müsste alle Angst
    vor der Zukunft überwunden sein.
    Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, 
    als mit unseren vermeintlichen Guttaten. 
    Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Fatum ist,
    sondern dass er auf aufrichtige Gebete
    und verantwortliche Taten wartet und antwortet.

    Liebe Gemeinde!

    Wie ist das eigentlich, wenn Sie beten? Wann beten Sie? Zu festen Zeiten, wenn es Ihnen gut geht oder besonders schlecht? Beten Sie jetzt in diesen Coronazeiten? Und um was?

    Ich ertappe mich dabei: In meinen Gebeten geht es oft um mich, um meine kleine Welt, um die Probleme, dich mich umtreiben. Und ich bitte Gott, dass er für mich zum Problemlöser wird – und wenn irgend möglich, sollen sich die Probleme doch bitte schnell lösen.
    Ich instrumentalisiere Gott gewissermaßen als Problemlöser für mich und die Menschen, mit denen ich verbunden bin.

    Und wenn ich so mal wieder bete, dann denke ich daran, was ich den Konfirmanden immer wieder sage: Gott ist kein Wunscherfüllungsautomat! Am Beispiel Schule heißt das: „Wenn Du nicht gelernt hast, dann kann er Dir auch in der Prüfung nicht helfen.“ Aber Prüfungen gibt es auch in einer ganz anderen Art, und ich denke unwillkürlich an den alten Spruch: „Not lehrt Beten“.
    Stimmt, bei Krankheit, in persönlichen Notsituationen oder wenn etwas Schlimmes auf der Erde passiert, wie dieser Virus, dann beten wir eher als wenn es uns gut geht.
    Bei Naturkatastrophen oder einem Terroranschlag finden sich Menschen in der Kirche ein, um zusammen zu beten. Doch um was bitten wir denn da Gott? Doch meistens darum, dass er uns hilft ein Problem schnell zu lösen. Wie war das? Gott ist kein Wunscherfüllungsautomat! Ja, aber wie soll man dann denn beten? Das fragten auch die Jünger Jesus.Und er lehrt sie das Vater unser. 

    In Matthäus 6,5-15 heißt es:
    »Und wenn ihr betet, dann tut das nicht wie die Heuchler! Sie beten gern öffentlich in den Synagogen und an den Straßenecken, um von den Menschen gesehen zu werden. 

    Ich versichere euch: Diese Leute haben ihren Lohn schon erhalten! Wenn du beten willst, zieh dich zurück in dein Zimmer, schließ die Tür hinter dir zu und bete zu deinem Vater. Denn er ist auch da, wo niemand zuschaut. Und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen. Leiere nicht gedankenlos Gebete herunter wie Leute, die Gott nicht kennen. Sie meinen, sie würden bei Gott etwas erreichen, wenn sie nur viele Worte machen. Folgt nicht ihrem schlechten Beispiel, denn euer Vater weiß genau, was ihr braucht, schon bevor ihr ihn um etwas bittet. 

    Ihr sollt deshalb so beten:
    Unser Vater im Himmel! Dein heiliger Name soll geehrt werden.
    Lass dein Reich kommen.
    Dein Wille geschehe hier auf der Erde, so wie er im Himmel geschieht. 
    Gib uns auch heute, was wir zum Leben brauchen, und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir denen vergeben, die an uns schuldig geworden sind. Lass uns nicht in Versuchung geraten, dir untreu zu werden, sondern befreie uns von dem Bösen.
    Euer Vater im Himmel wird euch vergeben, wenn ihr den Menschen vergebt, die euch Unrecht getan haben. Wenn ihr ihnen aber nicht vergebt, dann wird Gott auch eure Schuld nicht vergeben.«

    Liebe Gemeinde!

    Schon die Anrede macht deutlich: 
    Gebet bedeutet in die Gegenwart Gottes treten, des Vaters, der seine Kinder liebt und dem sie wichtig sind. 

                                Das ist schon einmal das Wichtigste: 
    Es geht beim Gebet nicht um mich und meine Probleme.
    Es geht um Gott, den Vater, um die Begegnung mit ihm, den ich Papa nennen darf.
    Und nicht nur ich, wir alle können uns so vertraut an ihn wenden. Gott ist unser Vater. Wir alle sind seine Kinder und darum eigentlich alle Brüder und Schwestern, weil wir vor Gott alle gleich wertvoll sind.

    Und so betet Jesus weiter. „Geheiligt werde Dein Name, Gott.“
    Nichts und niemand anderes soll Herr sein in unserem Leben und über uns bestimmen. Das Smartphone nicht und auch nicht das Geld, kein Politiker und kein anderer Mensch. Gott selbst halten wir heilig, wenn wir ihn allein den Herrn sein lassen über unser Leben.
    Und dann können wir auch beten: „Dein Reich, Gott, komme.
             Dein göttlicher Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.“
    Zeige mir, Gott, was Dir wichtig ist. 
            Zeige mir, welche Anliegen Du hast für mich, 
    für die Menschen mit denen ich verbunden bin, 
            unsere Gemeinde, unsere Stadt, unser Land, unsere Welt.
    Nicht unser Wille, sondern Gottes Wille soll geschehen, auch wenn ich ihn nicht immer verstehe, so wie momentan in den Zeiten von Corona. 
    Aber sein Wille ist wesentlich besser als die sog. Paradiese von Menschen, die sich dann oft als Hölle erwiesen. 

    Unser tägliches Brot gib uns heute. Ich habe genug zu essen, eher muss ich aufpassen, dass es nicht zu viel wird. 
            Auch sonst habe ich alles, was ich zum Leben brauche. 
    Aber ich weiß, wie vielen Menschen es am Nötigsten fehlt. 
    Ich kann heutzutage nicht um das tägliche Brot bitten, 
    ohne an all die Notleidenden zu denken. Weil ich wünsche, dass alle Menschen bekommen, was sie zum Leben brauchen, darum bete ich: Unser tägliches Brot gib uns heute. 
    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Unsere Gesellschaft ist oft erbarmungslos. 
    Ohne Gnade werden Fehler verfolgt, obwohl wir wissen könnten, dass keiner leben kann, ohne schuldig zu werden.  
    Meist lässt sich nicht rückgängig machen, was wir einander antun; wir sind darauf angewiesen, dass wir Vergebung erfahren und lernen, zu vergeben. 

    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Wenn ich nur an mich, mein Fortkommen und nicht mehr an andere denke, hat das auch etwas mit Versuchung zu tun. Wenn nur meine Wünsche die Mitte aller meiner Gebete sind, dann sehe ich in Gott nur einen Wunscherfüllungsautomat.
    Dann habe ich vergessen, dass der himlische Vater – trotz allem – nur Gutes für uns, seine Kinder will. Darum sollten wir eher beten: Hilf uns das Gute im Schweren zu erkennen, im Besten aller Gebete: dem Vater unser. Amen.

    Fürbittengebet:

    Jesus Christus, du hast uns gelehrt, wie wir beten können. 
    Darum kommen wir zu dir und beten dich an zusammen mit dem Vater und dem Heiligen Geist. Wir rufen: VATER UNSER IM HIMMEL.

    Erschrocken sind wir darüber, wie oft dein Name missbraucht wird. Menschen führen in deinem Namen Kriege, üben Hass und Gewalt. Wir bitten dich, dass wir und alle Verantwortlichen lernen, in Wort und Tat dich zu ehren und zu fürchten. Darum beten wir: GEHEILIGT WERDE DEIN NAME.

    Wir sehen Leid und Unfrieden in vielen Ländern der Erde, aber auch bei uns und in unserer Umgebung. Wir bitten um Frieden und Gerechtigkeit und beten: DEIN REICH KOMME.

    Wir sehen, wie die ganze Schöpfung ächzt durch unsere Ausbeutung, wir sehen die Zerstörung der Regenwälder und die Gefährdung des Klimas. Wir bitten für deine ganze Schöpfung, Wasser, Erde und Luft, für die Pflanzen und Tiere und rufen zu dir: DEIN WILLE GESCHEHE, WIE IM HIMMEL, SO AUF ERDEN.

    So vielen Menschen fehlt es am Nötigsten zum Leben, Essen und Trinken, ein Dach über dem Kopf und die Zuwendung von anderen Menschen. Für sie alle und auch für uns bitten wir dich: UNSER TÄGLICHES BROT GIB UNS HEUTE.

    Immer wieder werden wir schuldig an dir und an unseren Mitmenschen. Manchmal gewollt, manchmal ohne Absicht verletzen wir uns. Wir bitten dich für uns alle, die wir schuldig werden, und die wir unbarmherzig sind im Umgang mit anderen: VERGIB UNS UNSERE SCHULD, WIE AUCH WIR VERGEBEN UNSEREN SCHULDIGERN.

    Macht, Geld und Reichtum, das sind die Versuchungen, die uns und so viele dazu treiben, zu tun, was nicht gut ist. Wir bitten dich für die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, aber auch für jede und jeden von uns: FÜHRE UNS NICHT IN VERSUCHUNG, SONDERN ERLÖSE UNS VON DEM BÖSEN.

    All das, was uns sonst bewegt, bringen wir nun in der Stille vor dich….. Stille….
    So vertrauen wir uns miteinander dir an und preisen dich: DEIN IST DAS REICH UND DIE KRAFT UND DIE HERRLICHKEIT IN EWIGKEIT.

    AMEN.

  • Gottesdienst ohne geistliche Lieder – geht das überhaupt?

    Liebe Gemeinde!

    Auch bei uns in Rheindahlen ist es ab dem 24. Mai wieder möglich Gottesdienst zu feiern, allerdings unter allerlei Auflagen, z.B. darf bei uns momentan nicht gesungen werden!

    Aber dafür wird uns unsere Organistin Juliane Kamphausen mit wunderbaren Musikstücken erfreuen. 

    In diesen Tagen fand ich einen interessanten Artikel eines lieben Kollegen aus der Nachbargemeinde, den ich Ihnen nicht vorenthalten wollte. Lesen Sie mal, was Pfr. Albrecht Fischer aus Rheydt so schreibt:

    „Eine engagierte Debatte ist entbrannt, für den Fall, dass wir wieder Gottesdienste feiern können. Mit Singen oder ohne?

    Darf man der Gemeinde zumuten, auf den Gesang zu verzichten oder stattdessen zu summen? 

    ln die Debatte, wie weit die Ansteckungsgefahr geht, wenn Menschen singen, mag ich mich nicht einmischen. Aber einen theologischen Gedanken möchte ich gerne einbringen. ln den Gemeinden der ersten Christen hatte man außerhalb des jüdischen Volkes zunächst kein gemeinsames Liedgut. Aber man hat trotzdem gemeinsam gesungen. Ohne Text, scheinbar sinniosen Silbengesang.

    So wie kleine Kinder vor sich hinsingen, auf nana oder lala oder diadia oder in einer Fantasiesprache. Diese Form des Miteinanders war sehr intensiv und auch beliebt, der Gesang wurde gedeutet als ein Lob Gottes in ,,himmlischen Sprachen“, Luther übersetzte: „in Zungen“. 

    Gott, so der Grundgedanke, versteht das Lob, die Klage, den Dank, auch wenn er sich einfach nur in Klang äußert. Für uns gebildete und stets vernunftvoll-kontrollierte Bildungsbürger ist solch eine Form des Gesangs, spontan und ohne tiefschürfende Gedanken, nur noch schwer zugänglich.

    Schöner ist das Lob Gottes im Gesang dadurch allerdings selten geworden, und intensiver auch nicht. Wenn uns nun mitgeteilt wird, dass Voraussetzung für einen gemeinsamen Gottesdienst die Rücksichtnahme auf die Gesundheitsrisiken für andere ist und damit der Vezicht auf das Singen (so jedenfalls EKD und Präses Rekowski auf der Homepage der EKIR am 4. Mai 2020), so ist uns doch nicht verwehrt, die Melodien mizusummen.

    Vielleicht wird uns dabei in besonderer Weise bewusst, wie schön die Melodien aus dem Gesangbuch sind, und vielleicht auch, wie kunstvoll die Begleitung ist, die unsere Kantoren unserem Gesang mit oder ohne Worte unterlegen.

    Vielleicht können wir auch einmal viel bewusster wahmehmen, wie beim Summen der ganze Körper ins Schwingen kommt.

    Auf jeden Fall aber können wir daran denken, dass es für das Lob Gottes wirklich nicht erforderlich ist, den Klang unserer Stimme mit gereimten und theologisch tiefen Gedanken anzureichern, ja, dass etwas weniger lntellekt und etwas mehr Körperbewusstsein das Singen für Gott wahrscheinlich zu einer deutlich intensiveren Erfahrung werden lassen.

    Später freut man sich dann umso mehr darüber, wenn man außer dem Klang der eigenen Stimme auch noch etwas von der Glaubenskraft eines Paul Gerhardt oder Martin Luther dazu bekommt……“ 

    Grafik: Plaßmann

    Und ich freue mich auf Sie und Euch in der Kirche mit Musik und ohne Gesang. Und wenn jemand nicht in die Kirche kommen möchte, sondern lieber die Predigt zugeschickt haben mag, dann darf er oder sie es uns gerne mitteilen.  

    Bis dahin Ihre Pfarrerin C. Fiebig-Mertin

  • Auswirkungen auf das Gemeindeleben

    Liebes Gemeindeglied!

    Das Presbyterium hat beschlossen, dass es ab Sonntag dem 24. Mai 2020 wieder „Präsenzgottesdienste“ – also Gottesdienste in der Kirche geben soll.

    https://youtu.be/iWoLaO71_Z4

    Zu Ihrer und unserer Sicherheit möchten wir Sie auf Folgendes hinweisen:

    • Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass wir Ihren Namen und Adresse in eine Liste eintragen müssen, die 4 Wochen zur Verfügung steht. Mit Ihrem Kommen erklären Sie Ihr Einverständnis dazu. 
    • Nehmen Sie Ihre Garderobe bitte mit zum Platz.
    • Halten Sie sich an die Hygienevorschriften und achten Sie auf die Markierungen am Boden.
    • Desinfektionsmittel steht bereit, genauso wie Seife und Einmalhandtücher die im WC-Bereich vorhanden sind.
    • Tragen Sie bitte einen Mund-Nasen-Schutz.
    • Singen Sie bitte nicht im Gottesdienst mit.
    • Im Foyer werden zwei Kollektenplätze eingerichtet sein, so dass Sie kontaktlos kollektieren können. Die Zweckbestimmung wird jeweils angeschrieben stehen.
    • Bitte verschieben Sie keine bereits gestellten Stühle, da nur eine max. Besucherzahl von 4 Personen bzw. Hausgemeinschaften pro 20 m² möglich sind!

    In der nächsten Zeit bieten wir KEIN Kirchenkaffee an.

    Wir werden – soweit es das Wetter zulässt –  die Fenster geöffnet halten, um für eine gute Belüftung zu sorgen. Dadurch entsteht leider die Gefahr des „Durchzuges“. Darum ist es gut, die Garderobe mit zum Platz zu nehmen (s.o.)

    All diejenigen, die lieber zu Hause bleiben, und keinen Computer oder Smartphone besitzen werden von den Mitarbeitern und mir weiterhin auf dem Postweg mit Predigten versorgt. Ansonsten feiern Sie auch gerne online auf unser Homepage: www.emlkg.de mit.

    Schauen Sie sich auf unserer neuen Homepage gerne um, es gibt in dem vielfältigen Angebot ständig etwas zu entdecken. In diesem Zusammenhang möchten wir wir auch auf die Internetseiten: ekimg.de und ekir.de hinweisen.

    Abendmahl: Wir werden vorerst kein Abendmahl in der Kirche anbieten, sondern nur Abendmahl bei den Menschen zu Hause, die sich bei mir melden, Tel.: 02161 – 58 03 58.

    Taufen: Die Taufen am Sonntag werden ersetzt durch Tauftermine am Samstag, die jeweils nur für eine Familie bestimmt sind. 

    Konfirmandenunterricht: Außer dem Konfirmandenunterricht am 26. und 29. Mai bleiben alle weiteren Veranstaltungen geschlossen.

    Trauungen: Vorerst können, unter Einhaltung aller Abstands- und Hygienevorschriften, Trauungen wieder erfolgen.

    Beerdigungen: Gemäß der Homepage der Stadt Mönchengladbach gibt es seit dem 23.04.2020 zum Thema Trauerfeiern folgende aktualisierte Regelungen:

    Trauergesellschaften können – unter Einhaltung aller geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen (Abstand zwischen den Trauergästen, kein Händeschütteln und Umarmen, Niesetikette, etc.) – wieder im erweiterten Familienkreis in den Trauerhallen stattfinden.

    Von Herzen geben

    Wenn Ihnen der Besuch des Gottesdienstes in der Kirche im Moment zu unsicher ist und Sie lieber auf Online-Gottesdienste zurückgreifen, deshalb aber nicht kollektieren können, besteht die Möglichkeit dennoch eine Kollekte in den virtuellen Klingelbeutel der Landeskirche zu legen. Dafür folgen Sie einfach dem Link https://www.kd-onlinespende.de/organisation/ev-kirche-im-rheinland/display/frame.html. So gelangen Sie auf die Internetseite der Rheinischen Landeskirche. Hier können Sie für den jeweiligen Sonntag einen von Ihnen bestimmten Betrag spenden.

    Alles Liebe, bleiben Sie bitte gesund und mit Gottes Segen grüßt Sie 

    Ihre Pfarrerin Christiane Fiebig-Mertin


  • Online Gottesdienst für „Exaudi“ am 24. Mai

    Herzlich willkommen zum Gottesdienst. Der Sonntag trägt den Namen Exaudi; der lateinische Ausdruck bezieht sich auf einen Ruf aus dem 27. Psalm: „Herr, höre meine Stimme!“ In der Zeit zwischen Himmelfahrt und Pfingsten ist es die Bitte um den Heiligen Geist, die hier laut wird.

    https://youtu.be/WtKMlvZ-iiM

    Gebet: Du kennst uns besser, Gott, als wir uns selbst kennen. Du weißt, wie gefährdet unser Glaube ist, wie unbeständig unsere Liebe, wie zaghaft unsere Hoffnung. Und dennoch sprichst du zu uns: Ich liebe, die mich lieben, und die mich suchen, finden mich. Ach, Herr, du bist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir grauen? Du schenkst uns diese Zeit, gütiger Gott, damit wir unsere Last ablegen können und Frieden finden bei dir. So komme nun in Herz und Sinn, lass uns neu aufleben aus deinem Geist. Darum bitten wir dich, Herr, der du in der Einheit mit dem Vater lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit. 

    Lesungen: Dem Apostel Paulus liegt das Ergehen seiner Gemeinden sehr am Herzen. Im 3. Kapitel seines Briefes an die christliche Gemeinde in Ephesus schreibt er (Epheser 3,14-21): 

    14 Darum knie ich nieder vor Gott, dem Vater, und bete ihn an,  15 ihn, dem alle Geschöpfe im Himmel und auf der Erde ihr Leben verdanken und den sie als Vater zum Vorbild haben.  16 Ich bitte Gott, euch aus seinem unerschöpflichen Reichtum Kraft zu schenken, damit ihr durch seinen Geist innerlich stark werdet.  17 Mein Gebet ist, dass Christus durch den Glauben in euch lebt. In seiner Liebe sollt ihr fest verwurzelt sein; auf sie sollt ihr bauen.  18 Denn nur so könnt ihr mit allen anderen Christen das ganze Ausmaß seiner Liebe erfahren.  19 Ja, ich bete, dass ihr diese Liebe immer tiefer versteht, die wir doch mit unserem Verstand niemals ganz fassen können. Dann werdet ihr auch immer mehr mit dem ganzen Reichtum des Lebens erfüllt sein, der bei Gott zu finden ist.  20 Gott aber kann viel mehr tun, als wir jemals von ihm erbitten oder uns auch nur vorstellen können. So groß ist seine Kraft, die in uns wirkt. 21 Deshalb wollen wir ihn mit der ganzen Gemeinde durch Jesus Christus ewig und für alle Zeiten loben und preisen. Amen.

    In den Abschiedsreden kurz vor seinem Tod wendet sich Jesus mit ermutigenden Worten an seine Jünger. Im 16. Kapitel des Johannesevangeliums sagt er: 

    Evangelium: Johannes 16,5-15

    5 Jetzt aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und niemand von euch fragt mich: Wo gehst du hin?  6 Doch weil ich dies zu euch geredet habe, ist euer Herz voll Trauer. 7 Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, werde ich ihn zu euch senden. 8 Und wenn er kommt, wird er der Welt die Augen auftun über die Sünde und über die Gerechtigkeit und über das Gericht;  9 über die Sünde: dass sie nicht an mich glauben; 10 über die Gerechtigkeit: dass ich zum Vater gehe und ihr mich hinfort nicht seht;  11 über das Gericht: dass der Fürst dieser Welt gerichtet ist.  12 Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen.  13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in aller Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. 14 Er wird mich verherrlichen; denn von dem Meinen wird er’s nehmen und euch verkündigen. 15 Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er nimmt es von dem Meinen und wird es euch verkündigen. Halleluja. Gott ist König über alle Völker, Gott sitzt auf seinem hl. Thron. Halleluja. Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden. Halleluja

    Glaubensbekenntnis von Erika Görke (1996): Im Ev. Gesangbuch Rheinland, Nr. 816:

    Wir glauben an Gott, den Ursprung von allem, was geschaffen ist, die Quelle des Lebens, aus der alles fließt, das Ziel der Schöpfung, die auf Erlösung hofft.
    Wir glauben an Jesus Christus, den Gesandten der Liebe Gottes, von Maria geboren; ein Mensch, der Kinder segnete, Frauen und Männer bewegte, Leben heilte und Grenzen überwand; er wurde gekreuzigt; in seinem Tod hat Gott die Macht des Bösen gebrochen und uns zur Liebe befreit; er ist in unserer Mitte und ruft uns auf seinen Weg.
    Wir glauben an Gottes Geist, Weisheit von Gott, die wirkt, wo sie will; sie gibt Kraft zur Versöhnung und schenkt Hoffnung, die auch der Tod nicht zerstört; in der Gemeinschaft der Glaubenden werden wir zu Schwestern und Brüdern, die nach Gerechtigkeit suchen.
    Wir erwarten Gottes Reich.

    Predigt zu Jeremia 31,31-34  Thema: Ein neuer Geist

    Liebe Gemeinde!

    Mal sehen,ob es möglich ist! Evt, wenn nichts dazwischen kommt! Wir können es mal ins Auge fassen. Kennen Sie diese Worte? Planen ist gerade schwierig, es könnten sich die Reproduktionszahlen wieder erhöhen und all das, was man sich vorgenommen hat, wird wieder gestrichen.…. Die alte Tradition, man schaut in den Kalender, sucht einen freien Termin und plant dann dementsprechend: vorbei. Eine schwierige Zeit, gerade für Menschen wie mich, die gerne planen, organisieren und durchführen. Eine schwierige Zeit für Familien, die vieles umstellen mussten, da der vertraute Trott auf einmal vorbei war. Eine schwierige Zeit für junge und alte Menschen, Berufstätige, Kurzarbeiter, Menschen im Homeoffice, Arbeitslose, für gesunde und kranke Menschen. Eine schwierige Zeit für alle – weltweit.
    Unser heutiger Text ist auch in einer schwierigen Zeit geschrieben, zu einer Zeit als das Volk Israel deportiert war. Das Volk Israel hat Gott immer wieder verlassen und zu Götzen gebetet. Manche von uns beten heutzutage das Geld an, den Fußball, die Schönheit, den Erfolg. Die Götter damals hießen anders, aber Gott ließ es damals zu, dass sein Volk in Gefangenschaft geriet und deportiert wurde. Angesichts dieser hoffnungslosen Lage stellte man sich einerseits die Frage, welchen Weg Gott mit Israel vorhatte – und man fragte sich: Gibt es einen Weg zurück? Einen Weg zurück in die alte Normalität?
    Auf der anderen Seite gab es aber auch einige selbst ernannte Propheten, die der Meinung waren, dass diese schwierige Situation schnell vorüber gehen würde. Es wäre ja schließlich auch alles nicht so dramatisch, und diese Gefangenschaft würde nicht ewig dauern. Das ist die Situation, in die Gott durch Jeremia spricht. Er lässt seinem Volk ausrichten: „Das, was ihr getan habt, ist keine Lappalie! Ihr habt mir, dem einzig wahren Gott, die Treue gebrochen!“ 

    Jeremia 31,31-34:

    31 Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, da will ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, 32 nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloss, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, mein Bund, den sie gebrochen haben, ob ich gleich ihr Herr war, spricht der HERR; 33 sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel schließen will nach dieser Zeit, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein. 34 Und es wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und sagen: »Erkenne den HERRN«, denn sie sollen mich alle erkennen, beide, Klein und Groß, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.

    Liebe Gemeinde!

    Sagt Jeremia das jetzt zu dem Volk damals oder zu uns?
    Ist das, was wir erleben eine Strafe?
    Oder will Gott einen neuen Bund mit uns. Ich glaube, es geht eher darum, zu begreifen, dass wir nicht alles in der Hand haben. Nicht alles ist planbar – und wir sollten nicht alles machen.

    Gott sagt: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben.
    Gott selbst schreibt in uns hinein, wie Leben funktioniert. Er schreibt es in unser Herz, in unseren Sinn. Das sind die Orte, die unser Handeln bestimmen. Immer wieder wird diese Reihenfolge in der Bibel betont: Gott sieht das Herz an! Und von diesem Herzen her, in das Gott ja selbst hineingeschrieben hat, kann und will dann unser Leben, unser Handeln geprägt sein. 
              So will er unser Gott sein.
    Es soll alles anders werden, ruft Jeremia. Auch ihr selbst sollt anders werden. Gott fängt mit euch neu an. Dieser Anfang greift tief in euer Innerstes hinein. Sie hörten Gottes wort und er gab ihnen ein neues Herz, einen neuen Sinn und einen neuen Geist.
    Das Volk hatte neue Lust an Gott und seinem Wort und sie wurden wieder sein Volk sein, und er war und blieb ihr Gott. Das jüdische Volk stand damals auf wie Phönix aus der Asche und kam wieder in die Freiheit und nach Hause. Das Volk hatte wieder Freude an seinem Gott. Seine Gebote wurden als hilfreiche Weisung zu einem erfüllten Leben empfunden, die sie sich ganz zu eigen machen.Ein Wunder, dass auf das sechste vorchristliche Jahrhundert beschränkt bleibt. NEIN!  Wenn Gott ein lebendiger Gott ist, gilt seine Verheißung eines neuen Bundes über die damalige Zeit hinaus bis hinein in unsere Gegenwart. Dann ist sie frohe Botschaft auch für uns heute. Auch wir werden aufstehen aus der Asche, doch hoffentlich vergessen wir dann nicht wieder die Worte seiner Liebe zu uns: Ihr seid auch mein Volk. Amen. 

    Fürbittengebet

    Ewiger Gott, du bist unsere Zuflucht und unsere Hoffnung. Zu dir kommen wir mit unseren Bitten. 

    Wir bitten dich heute:

    • für alle Menschen, deren Leben in einer Sackgasse ist. 

    Zeige ihnen einen Weg.  

    • für alle Menschen, die unter der Last des Alltags den Blick für die Wunder deiner Schöpfung verlieren. Öffne ihnen neu die Augen. 
    • für alle Menschen, die in Familie und Beruf unter ständigen Konflikten leiden.  Zeige ihnen Möglichkeiten der Versöhnung. 
    • für alle Menschen, die auf eine Erneuerung hoffen im Leben von Kirche und Gemeinde. Lass sie Spuren deines Geistes erkennen.  
    • für alle Menschen, die Verantwortung tragen in Politik, Gesellschaft und Kirche. Gib, dass sie sich von deinem Geist leiten lassen.  
    • für uns selbst, dass wir immer weitergehen auf dem Weg des Glaubens und der Liebe. 

    Ewiger Gott, du bist unsere Zuflucht und unsere Hoffnung. Wir danken dir, dass du deine Hand über uns hältst – heute und in Ewigkeit.

  • Online Gottesdienst für „Christi Himmelfahrt“ am 21. Mai

    Hallo liebe Gemeinde!

    https://youtu.be/ST4oIfUWEuc

    Haben Sie schon mal gemerkt, wie oft wir das Wort „himmlisch bzw. Himmel “ benutzen. „Du hast himmlisch gekocht. Himmlisches Wetter! Du bist mein Himmel auf Erden. Ich fühle mich wie im siebten Himmel“.

    Vom Himmel erzählen wir viele Geschichten. 
    Wir erzählen von unendlicher Weite, denn über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein, die besonders Flugzeuge erkunden. Von unendlicher Weite des Unversums hören wir beim Raumschiff Enterprise. 
    Der eine verspricht der andern den Himmel auf Erden, mit Liebe und Treue. Wir erzählen von Himmelblau, Wolkendunkel, Morgenrot und ………………… von der Himmelfahrt Jesu. 

    40 Tage nach der Auferstehung Jesu zu Ostern heißt es, er sei aufgefahren in den Himmel, er sitzt zur Rechten Gottes. Heute wollen wir uns groß machen, uns zum Himmel ausstrecken und darauf vertrauen, dass Christus uns entgegenkommt (Joh 12,32): 

    Lesungen: Jesus sagt: „Wenn ich erhöht werde von der Erde?“ Um was es da geht erzählt uns Lukas im 1. Kapitel seiner Apostelgeschichte. Er bereichte uns von den letzten Stunden Jesu auf Erden und von seiner Aufnahme in den Himmel:  Apg.1,3-11:
    Den Aposteln zeigte sich der Auferstandene nach seinem Leiden durch viele Beweise als der Lebendige und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang und redete mit ihnen vom Reich Gottes.  4 Und als er mit ihnen beim Mahl war, befahl er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters, die ihr – so sprach er – von mir gehört habt; 5 denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. 6 Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel? 7 Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat;  8 aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. 9 Und als er das gesagt hatte, wurde er vor ihren Augen emporgehoben und eine Wolke nahm ihn auf, weg vor ihren Augen. 10 Und als sie ihm nachsahen, wie er gen Himmel fuhr, siehe, da standen bei ihnen zwei Männer in weißen Gewändern.  11 Die sagten: Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und seht gen Himmel? 
    Dieser Jesus, der von euch weg gen Himmel aufgenommen wurde, wird so wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.  
    Halleluja. Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten. Halleluja. Die Rechte des Herrn ist erhöht, die Rechte des Herrn behält den Sieg. Halleluja.

    Glaubensbekenntnis von einem Katchumenen:
    Ich glaube an den allmächtigen Vater, 
    der Himmel und Erde gemacht hat.
    Und an seinen Sohn Jesus Christus, 
    den viele Gläubige durch seine guten Taten dankbar sind.
    Im Advent begrüßen wir seine Ankunft, 
    Weihnachten feiern wir seine Geburt, 
    in der Karwoche bedauern wir seinen Tod 
    und Ostern freuen wir uns über seine Auferstehung
    und feiern seine Himmelfahrt.
    An der Seite unseres Gottes entscheidet er 
    über die Lebenden und die Toten.
    Wir glauben an den Heiligen Geist, 
    den Jesus empfangen hat und unsere Sünden vergibt.
    Wir glauben an die Auferstehung nach dem Tod, 
    wo wir das ewige Leben in der Gemeinschaft der Heiligen leben. 
    So sagen wir Amen.

    Liebe Gemeinde!

    Der Evangelist Johannes (Joh. 17,20-26)  erzählt, dass kurz bevor Jesus in den Himmel auffuhr, er folgendes gebetet hat: Heiliger Vater, ich bitte nicht nur für diese hier, sondern auch für alle, die durch ihr Wort an mich glauben.

    Alle sollen eins sein: 
    Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, 
    damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast. 
    Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, 
    damit sie eins sind, wie wir eins sind, ich in ihnen und du in mir. 
    So sollen sie vollendet sein in der Einheit, damit die Welt erkennt, 
    dass du mich gesandt hast und sie ebenso geliebt hast, 
    wie du mich geliebt hast.
    Vater, ich will, dass alle, die du mir gegeben hast, 
    dort bei mir sind, wo ich bin. 
    Sie sollen meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast, 
    weil du mich schon geliebt hast vor Grundlegung der Welt.
    Gerechter Vater, die Welt hat dich nicht erkannt, 
    ich aber habe dich erkannt und sie haben erkannt, 
    dass du mich gesandt hast.

    Ich habe ihnen deinen Namen kundgetan   und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich geliebt hast, in ihnen ist und ich in ihnen bin.

    Liebe Gemeinde!

    Jesus nimmt Abschied. Ein bewegender Augenblick. Er sagt nochmals, was ihm im Blick auf seine Jünger in Gegenwart und Zukunft wichtig ist. Und er segnet sie. Er gibt ihnen einen klaren Auftrag, was sie tun sollen. Er sagt ihnen auch, dass eine Zeit kommen wird, wo wir alle ihn wiedersehen werden und was ihm für die Jüngern damals und uns heute wichtig ist: 

    Der Himmel ist, wenn wir eins sind mit Gott, 
                       und wenn wir alle eins sind untereinander.

    Liebe Gemeinde!

    Wirklich glanzvolle Worte, die Jesus da sprach. Was Jesu Jünger damals nicht ahnen konnten: 
    Von ihrer kleinen Gruppe ausgehend werden von Gottes Himmel Menschen auf der ganzen Welt erfasst werden. Heute ist knapp ein Drittel der Weltbevölkerung Christen, etwa 2,2 Milliarden Menschen. Die Macht des Himmels Gottes wird Menschen also immer und überall in seinen Bann ziehen. Und gerade dadurch wird der Gottes-Himmel alle zusammenführen: „damit sie alle eins seien“. Wie Vater und Sohn eins sind, soll wird auch die Jüngerschaft eins sein.

    Ich frage mich gerade,welche Teil leichter zu erfüllen ist: Eins sein mit Gott oder untereinander?Wenn ich nur so den Himmel erreiche, dann wohl nie, denn die Erfahrung lehrt: Setze 10 Leute an einen Tisch und Du hast 11 – 12 Meinungen. Momentan – eigentlich immer – live zu erleben im Fernsehen zwischen Politikern, Wissenschaftlern und Experten jeglicher Art.
    Auch im kleinen Kreis, wie innerhalb einer Familie ist man sich nicht immer eins, und wenn es nur darum geht, was am heutigen Tag gegessen wird. Auch im Christentum sind wir nicht alle eins. Wenn ich in die Geschichte der  Kirche schaue, dann habe ich manchmal den Eindruck, dass wir uns schon allzuoft gespalten haben. Die Geschichte von allzumenschlichem Zank und Streit durchzieht die Jahrtausende der Kirchengeschichte wie ein roter Faden. Wer wüsste das besser als wir, 500 Jahre nach dem Thesenanschlag Luthers in Wittenberg.  Wo also ist die Einheit der Jünger? Was diese Welt für uns Menschen so unsagbar schön und spannend macht ist doch nicht, dass sie überall gleich aussieht, gleich riecht und gleich schmeckt.

    Hier gleicht nicht ein Tag dem anderen, sondern jeder Tag, jeder Moment besticht durch seine Einzigartigkeit. Wir lieben dieses Leben doch, weil jeder Tag ein neuer Tag ist, weil wir nie wissen, was kommt. Wenn Kirche nun überall dasselbe sagen, dasselbe Leben führen würde: 
    Wie könnte sie dann so viele Menschen nicht nur ansprechen, sondern ihre Herzen erreichen?                    Kirche ist deshalb so groß geworden, weil sie so bunt ist wie die Menschen sind.
    Bei aller Verschiedenheit aber, auch bei allem Streit, der nicht ausbleiben kann: Alle sehen denselben Gottes-Himmel, alle finden HIER den Herrn ihres Lebens. Dieser Himmel ist Heimat der Christenheit, denn er ist der Ort ihrer aller Sehnsucht, der ihre Augen zum Strahlen bringt. Es geht Jesus darum, Menschen zum Strahlen zu bringen. Jesu Worte heißen in etwas leichterer Sprache: Gott liebt euch und Gott liebt mich. In Gottes Liebe sind und bleiben wir verbunden.                               Gottes Liebe hält zusammen. Was sollte Menschen mehr zum Strahlen bringen als Liebe?! 

    Jesus möchte, dass dieser Gedanke bleibt. Wenn auch sonst all die vielen Worte nicht im Einzelnen erinnert werden können – das eine soll im Gedächtnis und im Herzen bleiben: Durch die Liebe sind und bleiben wir verbunden. Das ist der Satz, der die Augen eines Verliebten zum Strahlen bringen. Das ist ein Satz, der auch unsere Augen zum strahlen und leuchten bringen kann.

    Liebe Gemeinde!

    Ist das nicht doch der Himmel auf Erden, ist das nicht die Möglichkeit den Himmel schon ein Stück näher an die Erde zu ziehen? Wenn jemand einen anderen zum Leuchten bringt. Weil er ihm Hoffnung gibt oder ein Gefühl von Sicherheit. Wenn einer einem anderen Menschen Wert und Würde verleiht. Oder wenn jemand so von Freiheit und Gerechtigkeit spricht, dass tausende Menschen beginnen, für Freiheit und Gerechtigkeit zu kämpfen. Vielleicht wäre das ja eine Aufgabe für Sie am heutigen Tag: Bringen Sie den himmlischen Glanz  in die Augen eines Mitmenschen, bringen sie seine/ihre Augen zum Leuchten – z.B. durch ein liebevolles Wort.

    Jesus Christus hat uns etwas hinterlassen, was mit Geld nicht aufzuwiegen ist und sich in aller Zeit nicht verflüchtigt: Den Glanz in unseren Augen, wenn wir Liebe spüren. Denn dieser Glanz ist der Schimmer des Himmels, der sich in unseren Augen widerspiegelt. Amen.

    Fürbittengebet

    Ewiger Gott, wir danken dir für himmlische Treue und Gnade; dafür, dass wir Tag und Nacht in den Himmel schauen können, um deine Nähe zu suchen. 

    Wir bitten dich für diejenigen, deren Leben eng geworden ist, die keine Weite mehr spüren können. Wir rufen: Gott, erhöre uns. Wir bitten dich für die, die keine Hoffnung mehr haben, die nicht über das hinausschauen können, was sie umgibt. Wir rufen: Gott, erhöre uns. Wir bitten dich für die an Leib und Seele erkrankten, deren Leben durch Schmerzen dunkel geworden ist. Wir rufen: Gott, erhöre uns. Wir bitten dich für die Sterbenden, dass sie Vertrauen finden, in deinem Himmel geborgen zu sein. Wir rufen: Gott, erhöre uns. Wir bitten dich für die ganze Schöpfung, damit deine gute Ordnung erhalten bleibt und wir noch lange zwischen Himmel und Erde leben können. Wir rufen: Gott, erhöre uns. Ewiger Gott, der Himmel ist dein Versprechen, bei uns zu sein. Heute und alle Tage, bis an der Welten Ende.

  • Online Gottesdienst für „Rogate“ am 17. Mai

    „Rogate“ Betet – heißt der heutige Sonntag. 

    https://youtu.be/lRxFYVy3qlQ

    Im Mittelpunkt steht das Gebet, das Jesus uns selbst zu beten gelehrt hat. Im Wochenspruch aus Psalm 66,20 heißt es:

    Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Güte von mir wendet. 

    Psalm 66,20

    So lasst uns diesen Gottesdienst feiern mit Lob und Bitte: Im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. 

    Gebet: Herr, unser Gott, wir fragen uns: 
    Wann haben wir zuletzt deine Nähe gesucht?
    Was trauen wir noch der Kraft des Gebets zu? 
    Wie oft leben wir gedankenlos in den Tag hinein? 
    Wo bist du uns wichtig im Alltag, bei der Arbeit und in der Freizeit?
    Wir erkennen, wie oft wir dich aus dem Blick verlieren und bitten dich um dein Erbarmen.
    Und wir bitten dich:
    Segne unser Beten und Hören, denn du bist unser Herr und Gott, heute und alle Tage.

    Lesungen:  Die Frage, wie wir beten können, haben schon die Jünger an Jesus gerichtet. 
    Im Lukasevangelium hören wir, was Jesus über das Beten sagt. 

    Evangelium: Lukas 11,2-13:

    Jesus sprach zu den Jüngern: Wenn ihr betet, so sprecht: Vater! Dein Name werde geheiligt. Dein Reich komme.  Gib uns unser täglich Brot Tag für Tag und vergib uns unsre Sünden; denn auch wir vergeben jedem, der an uns schuldig wird. Und führe uns nicht in Versuchung.

    5 Und er sprach zu ihnen: Wer unter euch hat einen Freund und ginge zu ihm um Mitternacht und spräche zu ihm: Lieber Freund, leih mir drei Brote;  6 denn mein Freund ist zu mir gekommen auf der Reise, und ich habe nichts, was ich ihm vorsetzen kann,  7 und der drinnen würde antworten und sprechen: Mach mir keine Unruhe! Die Tür ist schon zugeschlossen und meine Kinder und ich liegen schon zu Bett; ich kann nicht aufstehen und dir etwas geben.  8 Ich sage euch: Und wenn er schon nicht aufsteht und ihm etwas gibt, weil er sein Freund ist, so wird er doch wegen seines unverschämten Drängens aufstehen und ihm geben, so viel er bedarf.

    9 Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.  10 Denn wer da bittet, der empfängt; und wer da sucht, der findet; und wer da anklopft, dem wird aufgetan.  11 Wo bittet unter euch ein Sohn den Vater um einen Fisch, und der gibt ihm statt des Fisches eine Schlange?  12 Oder gibt ihm, wenn er um ein Ei bittet, einen Skorpion?  13 Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben zu geben wisst, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!

    Halleluja. Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft, noch seine Güte von mir wendet. Halleluja. 

    Glaubensbekenntnis von Dietrich Bonhoeffer:

    Ich glaube, dass Gott aus allem, auch aus dem Bösesten,
    Gutes entstehen lassen kann und will.
    Dafür braucht er Menschen,
    die sich alle Dinge zum Besten dienen lassen.
    Ich glaube, dass Gott uns in jeder Notlage
    soviel Widerstandskraft geben will, wie wir brauchen.
    Aber er gibt sie nicht im voraus,
    damit wir uns nicht auf uns selbst,
    sondern allein auf ihn verlassen.
    In solchem Glauben müsste alle Angst
    vor der Zukunft überwunden sein.
    Ich glaube, dass auch unsere Fehler und Irrtümer nicht vergeblich sind, und dass es Gott nicht schwerer ist, mit ihnen fertig zu werden, 
    als mit unseren vermeintlichen Guttaten. 
    Ich glaube, dass Gott kein zeitloses Fatum ist,
    sondern dass er auf aufrichtige Gebete
    und verantwortliche Taten wartet und antwortet.

    Liebe Gemeinde!

    Wie ist das eigentlich, wenn Sie beten? Wann beten Sie? Zu festen Zeiten, wenn es Ihnen gut geht oder besonders schlecht? Beten Sie jetzt in diesen Coronazeiten? Und um was?

    Ich ertappe mich dabei: In meinen Gebeten geht es oft um mich, um meine kleine Welt, um die Probleme, dich mich umtreiben. Und ich bitte Gott, dass er für mich zum Problemlöser wird – und wenn irgend möglich, sollen sich die Probleme doch bitte schnell lösen.
    Ich instrumentalisiere Gott gewissermaßen als Problemlöser für mich und die Menschen, mit denen ich verbunden bin.

    Und wenn ich so mal wieder bete, dann denke ich daran, was ich den Konfirmanden immer wieder sage: Gott ist kein Wunscherfüllungsautomat! Am Beispiel Schule heißt das: „Wenn Du nicht gelernt hast, dann kann er Dir auch in der Prüfung nicht helfen.“ Aber Prüfungen gibt es auch in einer ganz anderen Art, und ich denke unwillkürlich an den alten Spruch: „Not lehrt Beten“.
    Stimmt, bei Krankheit, in persönlichen Notsituationen oder wenn etwas Schlimmes auf der Erde passiert, wie dieser Virus, dann beten wir eher als wenn es uns gut geht.
    Bei Naturkatastrophen oder einem Terroranschlag finden sich Menschen in der Kirche ein, um zusammen zu beten. Doch um was bitten wir denn da Gott? Doch meistens darum, dass er uns hilft ein Problem schnell zu lösen. Wie war das? Gott ist kein Wunscherfüllungsautomat! Ja, aber wie soll man dann denn beten? Das fragten auch die Jünger Jesus.Und er lehrt sie das Vater unser. 

    In Matthäus 6,5-15 heißt es:
    »Und wenn ihr betet, dann tut das nicht wie die Heuchler! Sie beten gern öffentlich in den Synagogen und an den Straßenecken, um von den Menschen gesehen zu werden. 

    Ich versichere euch: Diese Leute haben ihren Lohn schon erhalten! Wenn du beten willst, zieh dich zurück in dein Zimmer, schließ die Tür hinter dir zu und bete zu deinem Vater. Denn er ist auch da, wo niemand zuschaut. Und dein Vater, der auch das Verborgene sieht, wird dich dafür belohnen. Leiere nicht gedankenlos Gebete herunter wie Leute, die Gott nicht kennen. Sie meinen, sie würden bei Gott etwas erreichen, wenn sie nur viele Worte machen. Folgt nicht ihrem schlechten Beispiel, denn euer Vater weiß genau, was ihr braucht, schon bevor ihr ihn um etwas bittet. 

    Ihr sollt deshalb so beten:
    Unser Vater im Himmel! Dein heiliger Name soll geehrt werden.
    Lass dein Reich kommen.
    Dein Wille geschehe hier auf der Erde, so wie er im Himmel geschieht. 
    Gib uns auch heute, was wir zum Leben brauchen, und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir denen vergeben, die an uns schuldig geworden sind. Lass uns nicht in Versuchung geraten, dir untreu zu werden, sondern befreie uns von dem Bösen.
    Euer Vater im Himmel wird euch vergeben, wenn ihr den Menschen vergebt, die euch Unrecht getan haben. Wenn ihr ihnen aber nicht vergebt, dann wird Gott auch eure Schuld nicht vergeben.«

    Liebe Gemeinde!

    Schon die Anrede macht deutlich: 
    Gebet bedeutet in die Gegenwart Gottes treten, des Vaters, der seine Kinder liebt und dem sie wichtig sind. 

                                Das ist schon einmal das Wichtigste: 
    Es geht beim Gebet nicht um mich und meine Probleme.
    Es geht um Gott, den Vater, um die Begegnung mit ihm, den ich Papa nennen darf.
    Und nicht nur ich, wir alle können uns so vertraut an ihn wenden. Gott ist unser Vater. Wir alle sind seine Kinder und darum eigentlich alle Brüder und Schwestern, weil wir vor Gott alle gleich wertvoll sind.

    Und so betet Jesus weiter. „Geheiligt werde Dein Name, Gott.“
    Nichts und niemand anderes soll Herr sein in unserem Leben und über uns bestimmen. Das Smartphone nicht und auch nicht das Geld, kein Politiker und kein anderer Mensch. Gott selbst halten wir heilig, wenn wir ihn allein den Herrn sein lassen über unser Leben.
    Und dann können wir auch beten: „Dein Reich, Gott, komme.
             Dein göttlicher Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.“
    Zeige mir, Gott, was Dir wichtig ist. 
            Zeige mir, welche Anliegen Du hast für mich, 
    für die Menschen mit denen ich verbunden bin, 
            unsere Gemeinde, unsere Stadt, unser Land, unsere Welt.
    Nicht unser Wille, sondern Gottes Wille soll geschehen, auch wenn ich ihn nicht immer verstehe, so wie momentan in den Zeiten von Corona. 
    Aber sein Wille ist wesentlich besser als die sog. Paradiese von Menschen, die sich dann oft als Hölle erwiesen. 

    Unser tägliches Brot gib uns heute. Ich habe genug zu essen, eher muss ich aufpassen, dass es nicht zu viel wird. 
            Auch sonst habe ich alles, was ich zum Leben brauche. 
    Aber ich weiß, wie vielen Menschen es am Nötigsten fehlt. 
    Ich kann heutzutage nicht um das tägliche Brot bitten, 
    ohne an all die Notleidenden zu denken. Weil ich wünsche, dass alle Menschen bekommen, was sie zum Leben brauchen, darum bete ich: Unser tägliches Brot gib uns heute. 
    Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Unsere Gesellschaft ist oft erbarmungslos. 
    Ohne Gnade werden Fehler verfolgt, obwohl wir wissen könnten, dass keiner leben kann, ohne schuldig zu werden.  
    Meist lässt sich nicht rückgängig machen, was wir einander antun; wir sind darauf angewiesen, dass wir Vergebung erfahren und lernen, zu vergeben. 

    Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Wenn ich nur an mich, mein Fortkommen und nicht mehr an andere denke, hat das auch etwas mit Versuchung zu tun. Wenn nur meine Wünsche die Mitte aller meiner Gebete sind, dann sehe ich in Gott nur einen Wunscherfüllungsautomat.
    Dann habe ich vergessen, dass der himlische Vater – trotz allem – nur Gutes für uns, seine Kinder will. Darum sollten wir eher beten: Hilf uns das Gute im Schweren zu erkennen, im Besten aller Gebete: dem Vater unser. Amen.

    Fürbittengebet:

    Jesus Christus, du hast uns gelehrt, wie wir beten können. 
    Darum kommen wir zu dir und beten dich an zusammen mit dem Vater und dem Heiligen Geist. Wir rufen: VATER UNSER IM HIMMEL.

    Erschrocken sind wir darüber, wie oft dein Name missbraucht wird. Menschen führen in deinem Namen Kriege, üben Hass und Gewalt. Wir bitten dich, dass wir und alle Verantwortlichen lernen, in Wort und Tat dich zu ehren und zu fürchten. Darum beten wir: GEHEILIGT WERDE DEIN NAME.

    Wir sehen Leid und Unfrieden in vielen Ländern der Erde, aber auch bei uns und in unserer Umgebung. Wir bitten um Frieden und Gerechtigkeit und beten: DEIN REICH KOMME.

    Wir sehen, wie die ganze Schöpfung ächzt durch unsere Ausbeutung, wir sehen die Zerstörung der Regenwälder und die Gefährdung des Klimas. Wir bitten für deine ganze Schöpfung, Wasser, Erde und Luft, für die Pflanzen und Tiere und rufen zu dir: DEIN WILLE GESCHEHE, WIE IM HIMMEL, SO AUF ERDEN.

    So vielen Menschen fehlt es am Nötigsten zum Leben, Essen und Trinken, ein Dach über dem Kopf und die Zuwendung von anderen Menschen. Für sie alle und auch für uns bitten wir dich: UNSER TÄGLICHES BROT GIB UNS HEUTE.

    Immer wieder werden wir schuldig an dir und an unseren Mitmenschen. Manchmal gewollt, manchmal ohne Absicht verletzen wir uns. Wir bitten dich für uns alle, die wir schuldig werden, und die wir unbarmherzig sind im Umgang mit anderen: VERGIB UNS UNSERE SCHULD, WIE AUCH WIR VERGEBEN UNSEREN SCHULDIGERN.

    Macht, Geld und Reichtum, das sind die Versuchungen, die uns und so viele dazu treiben, zu tun, was nicht gut ist. Wir bitten dich für die Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, aber auch für jede und jeden von uns: FÜHRE UNS NICHT IN VERSUCHUNG, SONDERN ERLÖSE UNS VON DEM BÖSEN.

    All das, was uns sonst bewegt, bringen wir nun in der Stille vor dich….. Stille….
    So vertrauen wir uns miteinander dir an und preisen dich: DEIN IST DAS REICH UND DIE KRAFT UND DIE HERRLICHKEIT IN EWIGKEIT.

    AMEN.

  • Gottesdienst ohne geistliche Lieder – geht das überhaupt?

    Liebe Gemeinde!

    Auch bei uns in Rheindahlen ist es ab dem 24. Mai wieder möglich Gottesdienst zu feiern, allerdings unter allerlei Auflagen, z.B. darf bei uns momentan nicht gesungen werden!

    Aber dafür wird uns unsere Organistin Juliane Kamphausen mit wunderbaren Musikstücken erfreuen. 

    In diesen Tagen fand ich einen interessanten Artikel eines lieben Kollegen aus der Nachbargemeinde, den ich Ihnen nicht vorenthalten wollte. Lesen Sie mal, was Pfr. Albrecht Fischer aus Rheydt so schreibt:

    „Eine engagierte Debatte ist entbrannt, für den Fall, dass wir wieder Gottesdienste feiern können. Mit Singen oder ohne?

    Darf man der Gemeinde zumuten, auf den Gesang zu verzichten oder stattdessen zu summen? 

    ln die Debatte, wie weit die Ansteckungsgefahr geht, wenn Menschen singen, mag ich mich nicht einmischen. Aber einen theologischen Gedanken möchte ich gerne einbringen. ln den Gemeinden der ersten Christen hatte man außerhalb des jüdischen Volkes zunächst kein gemeinsames Liedgut. Aber man hat trotzdem gemeinsam gesungen. Ohne Text, scheinbar sinniosen Silbengesang.

    So wie kleine Kinder vor sich hinsingen, auf nana oder lala oder diadia oder in einer Fantasiesprache. Diese Form des Miteinanders war sehr intensiv und auch beliebt, der Gesang wurde gedeutet als ein Lob Gottes in ,,himmlischen Sprachen“, Luther übersetzte: „in Zungen“. 

    Gott, so der Grundgedanke, versteht das Lob, die Klage, den Dank, auch wenn er sich einfach nur in Klang äußert. Für uns gebildete und stets vernunftvoll-kontrollierte Bildungsbürger ist solch eine Form des Gesangs, spontan und ohne tiefschürfende Gedanken, nur noch schwer zugänglich.

    Schöner ist das Lob Gottes im Gesang dadurch allerdings selten geworden, und intensiver auch nicht. Wenn uns nun mitgeteilt wird, dass Voraussetzung für einen gemeinsamen Gottesdienst die Rücksichtnahme auf die Gesundheitsrisiken für andere ist und damit der Vezicht auf das Singen (so jedenfalls EKD und Präses Rekowski auf der Homepage der EKIR am 4. Mai 2020), so ist uns doch nicht verwehrt, die Melodien mizusummen.

    Vielleicht wird uns dabei in besonderer Weise bewusst, wie schön die Melodien aus dem Gesangbuch sind, und vielleicht auch, wie kunstvoll die Begleitung ist, die unsere Kantoren unserem Gesang mit oder ohne Worte unterlegen.

    Vielleicht können wir auch einmal viel bewusster wahmehmen, wie beim Summen der ganze Körper ins Schwingen kommt.

    Auf jeden Fall aber können wir daran denken, dass es für das Lob Gottes wirklich nicht erforderlich ist, den Klang unserer Stimme mit gereimten und theologisch tiefen Gedanken anzureichern, ja, dass etwas weniger lntellekt und etwas mehr Körperbewusstsein das Singen für Gott wahrscheinlich zu einer deutlich intensiveren Erfahrung werden lassen.

    Später freut man sich dann umso mehr darüber, wenn man außer dem Klang der eigenen Stimme auch noch etwas von der Glaubenskraft eines Paul Gerhardt oder Martin Luther dazu bekommt……“ 

    Grafik: Plaßmann

    Und ich freue mich auf Sie und Euch in der Kirche mit Musik und ohne Gesang. Und wenn jemand nicht in die Kirche kommen möchte, sondern lieber die Predigt zugeschickt haben mag, dann darf er oder sie es uns gerne mitteilen.  

    Bis dahin Ihre Pfarrerin C. Fiebig-Mertin

  • Auswirkungen auf das Gemeindeleben

    Liebes Gemeindeglied!

    Das Presbyterium hat beschlossen, dass es ab Sonntag dem 24. Mai 2020 wieder „Präsenzgottesdienste“ – also Gottesdienste in der Kirche geben soll.

    https://youtu.be/iWoLaO71_Z4

    Zu Ihrer und unserer Sicherheit möchten wir Sie auf Folgendes hinweisen:

    • Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass wir Ihren Namen und Adresse in eine Liste eintragen müssen, die 4 Wochen zur Verfügung steht. Mit Ihrem Kommen erklären Sie Ihr Einverständnis dazu. 
    • Nehmen Sie Ihre Garderobe bitte mit zum Platz.
    • Halten Sie sich an die Hygienevorschriften und achten Sie auf die Markierungen am Boden.
    • Desinfektionsmittel steht bereit, genauso wie Seife und Einmalhandtücher die im WC-Bereich vorhanden sind.
    • Tragen Sie bitte einen Mund-Nasen-Schutz.
    • Singen Sie bitte nicht im Gottesdienst mit.
    • Im Foyer werden zwei Kollektenplätze eingerichtet sein, so dass Sie kontaktlos kollektieren können. Die Zweckbestimmung wird jeweils angeschrieben stehen.
    • Bitte verschieben Sie keine bereits gestellten Stühle, da nur eine max. Besucherzahl von 4 Personen bzw. Hausgemeinschaften pro 20 m² möglich sind!

    In der nächsten Zeit bieten wir KEIN Kirchenkaffee an.

    Wir werden – soweit es das Wetter zulässt –  die Fenster geöffnet halten, um für eine gute Belüftung zu sorgen. Dadurch entsteht leider die Gefahr des „Durchzuges“. Darum ist es gut, die Garderobe mit zum Platz zu nehmen (s.o.)

    All diejenigen, die lieber zu Hause bleiben, und keinen Computer oder Smartphone besitzen werden von den Mitarbeitern und mir weiterhin auf dem Postweg mit Predigten versorgt. Ansonsten feiern Sie auch gerne online auf unser Homepage: www.emlkg.de mit.

    Schauen Sie sich auf unserer neuen Homepage gerne um, es gibt in dem vielfältigen Angebot ständig etwas zu entdecken. In diesem Zusammenhang möchten wir wir auch auf die Internetseiten: ekimg.de und ekir.de hinweisen.

    Abendmahl: Wir werden vorerst kein Abendmahl in der Kirche anbieten, sondern nur Abendmahl bei den Menschen zu Hause, die sich bei mir melden, Tel.: 02161 – 58 03 58.

    Taufen: Die Taufen am Sonntag werden ersetzt durch Tauftermine am Samstag, die jeweils nur für eine Familie bestimmt sind. 

    Konfirmandenunterricht: Außer dem Konfirmandenunterricht am 26. und 29. Mai bleiben alle weiteren Veranstaltungen geschlossen.

    Trauungen: Vorerst können, unter Einhaltung aller Abstands- und Hygienevorschriften, Trauungen wieder erfolgen.

    Beerdigungen: Gemäß der Homepage der Stadt Mönchengladbach gibt es seit dem 23.04.2020 zum Thema Trauerfeiern folgende aktualisierte Regelungen:

    Trauergesellschaften können – unter Einhaltung aller geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen (Abstand zwischen den Trauergästen, kein Händeschütteln und Umarmen, Niesetikette, etc.) – wieder im erweiterten Familienkreis in den Trauerhallen stattfinden.

    Von Herzen geben

    Wenn Ihnen der Besuch des Gottesdienstes in der Kirche im Moment zu unsicher ist und Sie lieber auf Online-Gottesdienste zurückgreifen, deshalb aber nicht kollektieren können, besteht die Möglichkeit dennoch eine Kollekte in den virtuellen Klingelbeutel der Landeskirche zu legen. Dafür folgen Sie einfach dem Link https://www.kd-onlinespende.de/organisation/ev-kirche-im-rheinland/display/frame.html. So gelangen Sie auf die Internetseite der Rheinischen Landeskirche. Hier können Sie für den jeweiligen Sonntag einen von Ihnen bestimmten Betrag spenden.

    Alles Liebe, bleiben Sie bitte gesund und mit Gottes Segen grüßt Sie 

    Ihre Pfarrerin Christiane Fiebig-Mertin


Unsere derzeitige Jugendleiterin

Mein Name ist Annemarie Köhler und ich vertrete die Jugendleiterin Eva Thelen während ihrer Elternzeit. Ich bin 57 Jahre alt, verheiratet und Mutter einer erwachsenen Tochter (25 Jahre). Ich wohne am Fuß der Rheydter Höhe und bin dort in der katholischen Pfarrgemeinde Herz Jesu Pongs aktiv.
Meine langjährige Erfahrung in der Kinder- und Jugendarbeit habe ich meist ehrenamtlich gesammelt und mache jetzt sozusagen mein Hobby zum Beruf. Daneben arbeite ich noch als freiberufliche Übersetzerin für die Sprachen Englisch und Französisch.
In meiner Freizeit lese, koche und handarbeite ich gerne, genieße die Natur in meinem kleinen Garten und im Stadtwald und fahre fast überall mit dem Fahrrad hin.
Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben in der Martin-Luther-Kirchengemeinde, auf neue Erfahrungen, Begegnungen und Menschen und darauf, mich aktiv am Gemeindeleben zu beteiligen.


Jugendlleiterin
Frau Annemarie Köhler

Email: annemariekoehler@emlkg.de
Tel.: 56 24 788
immer zu erreichen montags bis freitags
von 16.00Uhr bis 18.00Uhr