Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR. (Sacharja 2,14)

Liebe Gemeinde!

Was erwarten Sie an Weihnachten? Geschenke, Besuch der Familie, weiße Weihnachten, einen schönen Gottedienst, ein gutes Essen? Schöne Musik, aber welche?

„I’m dreaming of a white Christmas“, oder „Last Christmas“ oder „In der Weihnachtsbäckerei“, „Schneeflöckchen, Weißröckchen“ oder eher, „Maria durch ein Dornwald ging“, „Stille Nacht, heilige Nacht“ und „O du fröhliche..“?

Entschuldigung, wenn ich Ihr Lieblingslied jetzt nicht erwähnt habe, aber es gibt so viele, die in dieser Zeit gespielt werden.  Wir hören diese Lieder, aber wir singen sie kaum. Warum eigentlich? 

Gesang ist doch die schönste Form, seiner Freude Ausdruck zu verleihen. Nicht umsonst singen die Fußballfans im Stadion, wenn ihre Mannschaft in Führung liegt. 

Und wir Christen hätten allen Grund auch vor Freude zu singen, denn Gott kommt zu uns. Er kommt und das ist keine Fernsehprogrammwiederholung sondern die frohe Botschaft, der Erlöser ist nah. 

Da kommt kein nerviger Verwandter sondern der Schöpfer persönlich.

Und weil er kommt, erwarte ich keine Langeweile oder Stress sondern nur die Botschaft: „Ich, Gott, will bei DIR sein.“ Darum: 

Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR.

Doch ich werde auch in diesem Jahr wieder Worte hören wie: „Ich bin froh, wenn die Tage vorbei sind“. Schade, aber an manchen Stellen auch verständlich, wenn ich an den Hintergrund der Aussage denke.

Worauf warten wir Weihnachten wirklich? Ich weiß nicht, worauf Sie warten, aber ich warte auf ein Licht in der Dunkelheit. Ich warte auf ein Zeichen der Nächstenliebe. Ich warte auf einen Moment, der mir Mut und Kraft gibt. Ich warte darauf, dass er zu mir sagt: „Ich, Gott, will bei DIR sein.“ 

Vielleicht läßt Sie das ein oder andere dann auch vor Freude wieder singen.

Alles Gute und frohe und gesegnete Weihnachten

Ihre Pfarrerin