Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr und Gott du Herrscher über die ganze Schöpfung. Offenbarung 15,3

Liebe Gemeinde,

der Monatsspruch für Oktober steht im Buch der Offenbarung in einem
großen Zusammenhang, der an dieser Stelle nicht betrachtet werden kann.
Also schauen wir nur auf diesen isolierten Satz.

„Groß und wunderbar sind deine Taten, Herr und Gott …“ Gottes Taten sind
von einer Größe und vielfach für uns Menschen unerklärlich. Nach Maßstäben
des menschlichen Verstandes und den Gesetzen der Naturwissenschaften
können wir Gottes Taten nicht verstehen, sie sind im wahrsten Sinne des Wortes
wunderbar. Genauso wie die Wundergeschichten Jesu in der Bibel. Wir
können sie uns nur mit Gottes Allmacht erklären. Gott kann sich über die Naturgesetze
hinwegsetzen, wenn es ihm gefällt. Gott hat in der Schöpfung die
Naturgesetze in Kraft gesetzt und daher hat er auch die Macht, diese in bestimmten
Situationen außer Kraﬞ zu setzen. Diese Ereignisse nennen wir
dann Wunder.

„…, du Herrscher über die ganze Schöpfung.“ In diesem Halbsatz des heutigen
Monatsspruchs wird es nochmal deutlich gesagt, nicht der Mensch ist
Herrscher über die Schöpfung, sondern einzig und allein Gott selber. Immer
wieder hat der Mensch versucht, Gottes Schöpfung zu beherrschen. Soweit
es im Sinne Gottes ist, lässt er den Menschen gewähren. Wird der Mensch zu
übermächtig oder gefährdet er Gottes Schöpfung gar, dann greift Gott ein.
Der Mensch darf Gottes Schöpfung nutzen, er bekommt dazu von Gott, unserem
Schöpfer, die Fähigkeit geschenkt. Aber der Mensch soll Gottes Schöpfung,
also unsere Erde mit allen ihren Lebewesen und Pflanzen nicht egoistisch
ausbeuten oder gar zerstören. Wir haben die Schöpfung nur von Gott
geliehen bekommen für die kurze Zeit, die wir auf der Erde leben dürfen.
Danken wir Gott für seine großen und wunderbaren Taten und vergessen
wir nie: Gott ist und bleibt in Ewigkeit der Herrscher über seine ganze Schöpfung.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen für die kommende Zeit mit vielen Herausforderungen
wie Krieg, Krise, Flucht, Vertreibung und allen unseren persönlichen
Ängsten viel Kraﬞ und Gottes Segen.


Zu Tisch bei Martin Luther

„Wenn wir täten, was wir sollten,
und nicht machten, was wir wollten,
so hätten wir auch, was wir haben sollten.“

Zitat aus seinen Tischreden
Foto: epd bild