Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind. (Prediger 4,6)

Liebe Gemeinde!

Eine japanische Methode des Ausmistens heißt „Danshari“.

Dabei geht es darum, Überflüssiges nicht in das Leben herein zu lassen, nicht mehr Benötigtes wegzugeben und sich innerlich von Dingen zu lösen.

Da ich selbst ungern etwas wegwerfe, sollte ich dieses Prinzip: „Die Ruhe im Wenigen zu finden“, mehr beherzigen, denn Besitz nimmt nun mal die Gedanken gefangen!

Das hat wohl auch der Prediger aus dem Alten Testament erkannt, von dem unser Monatsspruch stammt: Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und Haschen nach Wind. (Prediger 4,6)

Menschen haben schon zu allen Zeiten dazu geneigt, Kram anzuhäufen und ihm zu viel Bedeutung beizumessen. Da die junge Frau auf unserem Titelbild nur KI-generiert ist, können wir beruhigt davon ausgehen, dass sie mit ihrem Kleiderberg selbst ganz gut zurechtkommt.

Wenn Besitztümer meine Gedanken beschäftigen, binden sie meine Kraft und hindern mich daran, zur Ruhe zu kommen und Energie für die Dinge zu sammeln, die von Bedeutung und wirklich wichtig sind. Unser Leben ist wirklich voll von Dingen, die Mühe machen.

Ich kann mir auch die Fragen stellen: Sind diese Dinge es wert, sich damit auseinanderzusetzen oder sich dafür einzusetzen?

Was in meinem Leben würde sich verändern, wenn ich mehr Ruhe im Genugsein finden würde, anstatt nach Mehr zu streben?

Statt mich für den Erwerb eines Gegenstands abzustrampeln, investiere ich meine Energien lieber in Dinge, die wirklich wertvoll sind, mich aufbauen und die für fast immer bei mir bleiben, wie Gefühle und Erinnerungen.

Ein Gegenstand kann mich nicht so berühren wie etwa die Menschen und Tiere, mit denen ich mein Leben teile. Es sind diese sinnlichen Erlebnisse, die hängenbleiben und noch Jahre später in schönen Erinnerungen nachhallen.

Schönes zu genießen ist übrigens kein Selbstzweck.

In solchen Erlebnissen kann ich Gott begegnen, der mir die Sinne geschenkt hat, mit denen ich das Gute genießen darf.

Wegwerfen fällt mir immer noch schwer, aber Anhäufen will ich jetzt nur noch Gefühle und Erinnerungen.

Alles andere ist nämlich ein Haschen nach dem Wind. Doch die Mühe, den Wind einzufangen, lohnt sich nicht.

In diesem Sinne Ihre


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